Feuerwehr genießt großen Rückhalt

- Belastende Einsätze gut verarbeitet - Zusage für neues Einsatzleiterfahrzeug

Ismaning (agm) - "Turbulent und einsatzreich" war das Feuerwehrjahr 2002 in Ismaning, erklärte Kommandant Werner Kastner bei der Jahreshauptversammlung, aber auch "nur positiv". Als noch der Chef der Polizeiinspektion Ismaning, Horst Wittmann, die Wehr lobte, bemerkte Vize-Vereinschef Michael Brandmeir gespielt verzweifelt: "Jetzt ist selbst die Polizei zufrieden. Da geht ja gar nichts mehr mit einem Streit."

In der Tat: Ohne ein kritisches Wort und so friedlich wie selten verlief die Versammlung. 2002 gab es aber auch Schatten. So am 2. März, als die Wehr nach einer Explosion in ein Wohnhaus an der Mayerbacherstraße gerufen wurde. Auf der Suche nach zwei älteren Bewohnern fanden die Helfer die Leichen des Ehepaars in der Küche. Kastner: "Diese grausamen Bilder sind uns noch heute vor den Augen. Sie spiegeln den oft harten und grausamen Dienst am Nächsten wieder. Dieser Einsatz wurde in der Feuerwehr noch lange behandelt und aufgearbeitet." Bürgermeister Michael Sedlmair erinnerte an die aufdringlichen TV-Teams, die in ungekannter Respektlosigkeit das Ereignis verfolgten.

2003 erwartet die Ismaninger Wehr Neues. Erstmals werde bei Einsätzen auch die Wehr aus Eicherloh (Landkreis Erding) sofort mitalarmiert. Das sei vernünftig, so Kastner, kennen die Eicherloher die Gewässer rund um den Sender auf Ismaninger Flur doch viel besser als andere. Auch seien sie näher dran. Die Ismaninger werden künftig auch auf Eicherloher Flur gerufen.

Kastner dankte der Gemeinde für den Stellenausbau 2002: So wurde neu am 1. März mit Thomas Wittmann zur Unterstützung von Ulrich Schmidramsl ein zweiter Feuerwehr-Gerätewart eingestellt. Außerdem hat die Gemeinde mit dem ehemaligen Gemeinderat Konrad Schraufnagl erstmals auch einen hauptamtlichen Feuerbeschauer. Als Sedlmair 11 707 Arbeitsstunden und 206 Einsätze mitteilte, dass der Hauptverwaltungsausschuss schon grünes Licht für ein neues Einsatzleitfahrzeug gegeben habe, war Kastner gänzlich begeistert: "Dafür wollte ich heute eindringlich werben. Bleibt mir nur mehr Dank zu sagen."

Der gelte auch dem Einsatz der gesamten Mannschaft: Insgesamt 11 707 Stunden Arbeit bei 206 Einsätzen, 94 Übungen, 26 Weiterbildungen sowie bei Verwaltung und Gerätepflege hätten die Kameraden, darunter 124 Aktive, 2002 geleistet. Sehr zufrieden könne man auch mit der Ausrückquote von 30,7 Prozent sein. Nach gehäuften Fehlalarmen in den letzten beiden Monaten bei Plaza Media sei die Einsatzmoral allerdings wieder leicht gesunken. Er hoffe, so Kastner, dass nach Behebung der von der Firma nicht verschuldeten technischen Probleme das häufige unnötige Ausrücken wieder eingegrenzt werde.

Mit dem Internet-Auftritt "www.feuerwehr-ismaning.de" und wöchentlich aktuellen Berichten aus und von der Wehr im Gemeindeblatt sei man auch der Bitte von Bürgern nach mehr Information nachgekommen. Das starke Interesse der Bevölkerung an ihrer Wehr, auch spürbar beim Tag der offenen Tür, sei bemerkenswert und motivierend, stellte Kastner zufrieden fest.

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