Feuerwehr kommt auf 181 Einsätze

- Kommandant Werner Kastner zieht Bilanz

Ismaning (hh) - Eine Unfallserie hat das Einsatzjahr 2003 der Freiwilligen Feuerwehr Ismaning geprägt, die zeigte, "wie grausam der Dienst am Nächsten" sein kann, erklärte Kommandant Werner Kastner bei der Jahreshauptversammlung am Neujahrstag. Gerade die jungen Wehrmänner seien bis "aufs äußerste" belastet worden, als die Feuerwehr bei mehreren Unfällen in kurzer Zeit mehrere Tote, teils Bekannte der Einsatzkräfte, bergen musste. Technische Hilfe vornehmlich nach Verkehrsunfällen steht stets an der Spitze der Einsatzstatistik. Von den 181 Einsätzen im Jahr 2003 fielen darauf 105, Brandalarm gab es 29 Mal.

Bei zwei Bränden gab es "ein Szenario, wie es oft theoretisch durchgesprochen wird oder im Fernsehen zu sehen ist", sagt Kastner: Mieter in einer Wohnanlage konnten nicht mehr über das verrauchte Treppenhaus flüchten; so wurden mittels Klappleiter und der großen Drehleiter 15 Personen von Balkonen gerettet. Der Kommandant lobte besonders den Ausbildungsstand seiner Floriansjünger, die rasch und erfolgreich vorgingen.

Nicht nur die Ausrückquote mit 33,6 Prozent ging erfreulich nach oben, auch die Ausbildungsquote hat einen hohen Stellenwert. Für Zusatzausbildungen wie "technische Hilfeleistung" und "Gruppe im Löscheinsatz" wurden Leistungsprüfungen abgelegt, die Neulinge absolvierten eine Truppmann-Ausbildung. Für den Strahlenschutz und die Neuerungen im Atemschutz wurde ebenfalls geprobt. Alle Stunden addiert, leistete die Feuerwehr Ismaning 10 889 freiwillige Stunden.

Neuer Kommandowagen für 85 000 Euro Moderne Technik darf dabei nicht fehlen. Bis zum Sommer soll deshalb ein neuer Kommandowagen zur Verfügung stehen, geplant ist der Kauf einer Neuentwicklung eines VW Bus T 5 in Allradausführung und mit Sonderausstattung. Bürgermeister und Vereinsvorsitzender Michael Sedlmair erklärte, dass der Gemeinderat bereits die Freigabe der 85 000 Euro hierfür einstimmig beschlossen hat und nach Zuschusszusage einer Bestellung nichts mehr im Wege steht. Spätestens zum für den 11. Juli 2004 geplanten "Tag der offenen Tür" soll das Fahrzeug in den Dienst gestellt werden.

Bürgermeister und Kommandant sprachen rundum ihren Dank aus, gelobt wurde auch die Zusammenarbeit mit der Polizei. Ein Lob, das der stellvertretende Dienststellenleiter, Hauptkommissar Siegfried Vogel, in vollem Umfange zurückgab.

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