Geehrt und befördert: (stehend v.l.) Mathias Buck (Brandmeister), Florian van Laak (Löschmeister), Achim Lohse (Oberlöschmeister), Florian Lohse (Feuerwehrmann), Hans Schmid (10 Jahre), Christoph Ertl (10 Jahre und Hauptfeuerwehrmann), Andreas Ertl (10 Jahre und Hauptfeuerwehrmann), Andreas Gollasch (Oberlöschmeister), Wolfgang Chlouba (Oberlöschmeister), Daniel Buck (Oberbrandmeister sowie (sitzend v.l.) Paul Kreitmair (50 Jahre), Hubert Waldherr (Hauptfeuerwehrmann, 10 Jahre und Vertrauensmann), Marco Ziehfreund (Hauptfeuerwehrmann) und Klaus Maier (45 Dienstjahre). Foto: sh

Feuerwehr: Langes Warten auf den Notarzt

Hohenschäftlarn - Kritische Worte fand Hohenschäftlarns Feuerwehrkommandant Daniel Buck bei der Jahresversammlung. Im Schnitt wartet der First Responder neun Minuten auf den Notarzt.

Im vergangenen Jahr wurden die 61 Feuerwehrdienstleistende zu 273 Einsätzen gerufen. Mehr als zwei Drittel entfielen auf die First Responder-Einheit. „Durchschnittlich waren sie neun Minuten vor dem Rettungswagen und dem Notarzt da“, lobte Buck - und schlug zugleich Alarm. „Im vergangenen Jahr waren es noch acht Minuten, die es zu überbrücken galt, jetzt ist es bereits eine Minute mehr.“

Der Grund: „Die Rettungswagen kommen teilweise aus Sauerlach oder Unterhaching. Hier muss definitiv umgedacht werden“, forderte Buck. Kritisch sieht der Kommandant auch das Alarmierungskonzept der Integrierten Leitstelle bei Unfällen auf der A 95: „Erst kürzlich hatten wir hier einen schweren Unfall mit vier PKW und mehreren Verletzten. Gefahren sind die Kameraden aus Starnberg, Wangen und Berg. Neufahrn wurde gar nicht alarmiert, und wir sind nur mit dem Verkehrssicherungsanhänger dort gewesen, obwohl wir auf diesem Abschnitt zuständig sind.“

Insgesamt 5960 Stunden haben die Kameraden ehrenamtlich in die Feuerwehr investiert, in Wartung, Verwaltung, Übungen und Weiterbildung. Wünschen würde sich Buck eine höhere Zuteilung an Lehrgängen für die Führungsdienstgrade an den Staatlichen Feuerwehrschulen. 2014 war es einer, für dieses Jahr sind zwei vorgesehen.

Ein weiterer Brennpunkt ist der Bau des neuen Schäftlarner Gerätehauses. „Der jetzige Zustand ist demotivierend.“ Nicht nur die Enge und ein Heizungsausfall („Wir saßen bei Besprechungen in Jacken da“), sondern auch Wasserlachen vor der Halleneinfahrt waren belastend. „Wir kommen vom Einsatz und fahren durch den Dreck. In diesem stehen wir dann auch, wenn wir uns zwischen Spind und Fahrzeug eingequetscht umziehen“, so Buck unter dem Beifall der Kameraden.

Dass der Neubau für Bürgermeister Matthias Ruhdorfer große Priorität hat, steht außer Frage: „Das ist unser nächstes großes Projekt. Doch es muss auch bezahlt werden“, erklärte er. Der Rathauschef hofft, durch den Zuzug von Gewerbetreibenden die Finanzkraft zu erhöhen. „Wir sind dabei, die nächsten Schritte zu planen.“

Das nächste Sorgenkind: „Unser Löschfahrzeug ist mittlerweile 26 Jahre alt und entspricht in keinster Weise mehr den Sicherheitsvorschriften.“ Buck hat bereits für einen Ersatzvorschlag bei der Gemeinde vorgelegt. „Das entspricht aber nicht dem Typ, der früher einmal gemeldet worden ist“, warf Ruhdorfer ein. „Stimmt“, gab Buck zu. „Doch das damals erstellte Konzept ist gut zehn Jahre alt, es sollte neu überarbeitet werden.“

Sabine Hermsdorf

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