Deckname „Aktion ZruckMitDaBixn“

Rückholaktion „ZruckMitDaBixn“

Unterhaching - Seit 30 Jahren ist auf Teneriffa ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Unterhaching im Einsatz - die startet jetzt die Rückholaktion „ZruckMitDaBixn“.

Beim Rückblick aufs vergangene Jahr hat natürlich auch ein außergewöhnlicher Einsatz nicht fehlen dürfen, zu dem die Unterhachinger Feuerwehr 2016 ausgerückt ist. Unter dem schönen Decknamen „Aktion ZruckMitDaBixn“ flog eine kleine Abordnung nach Teneriffa, um bei der Partnerfeuerwehr aus Adeje ein Löschfahrzeug Baujahr 1965 in Augenschein zu nehmen, das die Hachinger vor drei Jahrzehnten ihren spanischen Freunden überlassen haben. Dort ist das Gefährt seit Kurzem nicht mehr im Einsatz, und so soll das Fahrzeug nun in die Heimat zurückgeholt und pünktlich zum 150. Geburtstag der Hachinger Wehr ins hauseigene Museum überführt werden.

Zwar ist es noch etwas hin bis zum Jubiläum 2020. Doch weil das Löschfahrzeug nicht nur in Eigenregie verschifft sondern auch restauriert werden muss, habe man die Rückholaktion frühzeitig gestartet, erklärt Vorsitzender Christoph Simon, der bei der Hauptversammlung auch auf den Trip nach Teneriffa zurückblickte. Zuvor hatte Alexander Beschowetz eine zufriedene Bilanz des Jahres 2016 gezogen; der stellvertretende Kommandant trug den Bericht anstelle von Christian Albrecht vor, der tags zuvor Vater geworden und daher nicht anwesend war. Beschowetz erzählte von 687 Einsätzen mit fast 3600 Arbeitsstunden – etwas weniger als in den Vorjahren. Dies liege aber in erster Linie daran, dass es 2016 keine Großeinsätze wegen Sturm, Schnee oder Hochwasser gegeben habe, erläutert Christoph Simon.

Die Zahl der aktiven Mitglieder ist im Vorjahr dank Neuzugängen und drei Übertritten aus der Jugend auf 136 gestiegen. Damit bewegt sich die Wehr stabil auf hohem Niveau, doch auch sie spürt erste Anzeichen eines Problems, das zurzeit einige Wehren im Landkreis umtreibt: den Mitgliederschwund infolge der Wohnungsnot. „Wir haben in den letzten zwei Jahren Mitglieder verloren, weil sie hier keine Wohnung gefunden haben“, bestätigt Christoph Simon. „Bislang können wir das aber auffangen, weil wir personell gut aufgestellt sind.“

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