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Die Dorfnarrische legt die Karten: (v.l.) Marina Lupperger, Katharina Weingärtner als Moorwirtin sowie Robert Bormet und Alexander Lutz als Totengräber „Schippe“ und „Schaufe“.

Bauerntheater

Ein Fläschchen Gift belebt das Totengräber-Geschäft

Ismaning - Die Totengräber-Brüder „Schippe“ und „Schaufe“ sind nicht die hellsten. Aber sie bringen ihr Geschäft richtig in Schwung, als sie eine Flasche Gift mit Wein verwechseln; zu erleben beim Bauerntheater Ismaning in der fulminanten Komödie „Gspenstermacher“.

Drei Stücke zeigt das Ismaninger Bauerntheater jährlich, traditionell eines in der veranstaltungsarmen Zeit nach den Weihnachtstagen. Seit Sonntagabend zeigt sich die junge Garde der Theatergruppe mit dem Stück „Gspenstermacher“ und sorgt in der schon für alle Vorstellungen ausverkauften Hainhalle für grandiose Unterhaltung.

Im Mittelpunkt des Abends stehen die beiden Totengräber-Brüder „Schippe“ (Robert Bormet) und „Schaufe“ (Alexander Lutz), die nicht die hellsten sind und deshalb noch mehr Sorge haben, als gesetzliche Verordnungen Begräbniszahlungen neu ordnen. Das Geschäft kommt aber in Schwung, als sie eine Flasche Gift mit Wein verwechseln. Mit der Moorwirtin (Katharina Weingärtner) und der reichen Witwe (Stephanie Becker) fordert die Flüssigkeit dann auch zwei Todesopfer, doch die Damen kommen nach einem Fluch der Dorfverrückten (Marina Lupperger) als Geister zurück zur Erde. 

Zusammen mit den drei Moosgeistern (Anni Soller, Rosalie Weber-Thedy, Selina Leitl) können sie von den anderen Darstellern wie dem attraktiven Knecht (Florian Herrmann), dem schlauen Dirndl (Simone Eisenreich) oder dem Dorfschuster (Wolfgang Vogel) nicht mehr gesehen werden. Für die Schauspieler war es ab dem zweiten Akt eine Herausforderung, die als Geister munter mitredenden Darsteller zu übersehen und zu überhören. Das gelang so überzeugend, dass die Ismaninger einen äußerst vergnüglichen Abend erlebten.

Die Schauspieler packten auch die Zusatzherausforderung, in der heißen Phase gelernte Texte umzulernen. Regisseur Max Eisenreich hatte nämlich einen Teil der Dialoge gekürzt, um das Stück zu straffen. Bei dem Dreiakter von Ralph Wallner war Regisseur Eisenreich der einzige erfahrene Theaterdarsteller. Die Schauspieler, darunter die Bühnenneulingen Alexander Lutz, Simone Eisenreich, Anni Soller, Rosalie Weber-Thedy und Selina Leitl, gehören allesamt zur jungen Garde des schier unerschöpflichen Reservoirs Ismaninger Theaterspieler.

Wegen des großen Interesses an den Rollen spielt das Bauerntheater auch dreimal jährlich. Neuling Alexander Lutz meisterte seine Bühnenpremiere gleich bravourös in einer Hauptrolle, während die Moosgeister Anni Soller, Rosalie Weber-Thedy und Selina Leitl sich als Hauptdarstellerinnen von morgen empfohlen haben. Für das Wintertheater sind sechs Termine angesetzt, und alle diese Vorstellungen waren bereits bis zur Premiere ausverkauft. Nico Bauer


Karten für Zusatzvorstellung

Wegen des großen Interesses der Ismaninger gibt es noch einen Zusatztermin am Samstag, 2. Januar, um 20 Uhr in der Hainhalle. Der Vorverkauf für diesen Theaterabend läuft bereits bei Haushaltswaren Benz, Dr.-Schmitt-Straße 15

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