Für ihre Treue ehren (v.l.) Dietrich Keymer, Angelika Niebler und Florian Hahn (r.) die Mitglieder Rosemarie Sure (3.v.l.) und Manfred Klee (2.v.r.). Foto: Brosch

Florian Hahn ermuntert die Junge Union

Haar - Die innere Struktur der Christsozialen und die Asylpolitik standen im Fokus des Neujahrsempfangs der CSU in Haar. Mit beiden Themen setzten sich die Gastredner, der Bundestagsabgeordnete Florian Hahn und die Europa-Abgeordnete, Angelika Niebler intensiv auseinander.

Der Orts- und Fraktionsvorsitzende Dietrich Keymer hielt sich diesbezüglich zurück. Er hob in seinen Worten an die rund 100 Gäste lediglich das ehrenamtliche Engagement unzähliger Helfer in Haar als eine enorme „Mannschaftsleistung“ hervor,“ der mein ganzer Dank gebührt.“

Florian Hahn kündigte strukturelle Veränderungen in den Orts- und Kreisverbänden im wahlfreien Jahr 2016 an. Auch wenn erst 2017 wieder Wahlen anstünden, müsse man in diesem Jahr an Mitgliederwerbung denken. „Die Junge Union muss vor allem im Hinblick auf die Kommunalwahlen in vier Jahren aufgeweckt und in die Gänge gebracht werden“, forderte Hahn. Dieses Jahr werde kein leichtes, die Messlatte der guten Arbeit im Jahr 2015 hänge hoch. „Es reicht aber nicht mehr, nur Position zu beziehen, sondern nun müssen wir die Forderungen und Beschlüsse durchsetzen.“

Und damit war er beim Kernpunkt seiner Gastrede: dem Umgang mit Flüchtlingen und der Durchsetzung von Obergrenzen, wie sie Ministerpräsident Horst Seehofer fordert. „Diese sind wichtig, um andere Länder in der EU zum Handeln zu zwingen“, sagte Hahn. Eine Integration sei bei den aktuellen Zahlen an Flüchtlingen nicht möglich. „Die dezentrale Unterbringung im Landkreis München ist ausgereizt, Traglufthallen und Ähnliches sind voll. Nun werden wir in den kommenden Wochen wieder auf Turnhallen zurückgreifen müssen.“

In Bezug auf die Vorfälle in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof betonte Hahn: Die Ursachen müssten ehrlich benannt werden, um den rechten Rattenfängern keinen Boden zu bieten, „politische Hygiene ist nicht angebracht“, machte er unmissverständlich klar.

Auch aus europäischer Sicht sei die Suche nach Lösungen für den Umgang mit Flüchtlingen das dominierende Thema. Es gelte, sagte Angelika Niebler, das europäische Haus zusammen zu halten, entgegen der zahlreichen aufkeimenden Nationalismen, wie etwa in Polen. „Alles dreht sich in der EU um eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen, wir brauchen europäische und internationale Lösungen. Die europäischen Außengrenzen müssen gesichert und die Asylsuchenden gerecht verteilt werden.“

Zum Abschluss übernahmen die beiden Gastredner mit Keymer und Drittem Bürgermeister Thomas Reichel die Aufgabe, langjährige Mitglieder des Ortsverbandes zu ehren, insgesamt 25 Personen. „Eine wirkliche außergewöhnliche Ehre wird“, wie Keymer betonte, „dabei Liselotte Mertens zuteil, die seit 70 Jahren CSU-Mitglied ist.“

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