Asyl-Unterkunft

24 Flüchtlinge finden feste Behausung in Oberhaching

Oberhaching - Eine weitere Unterkunft für Flüchtlinge wird in Oberhaching an der Linienstraße 7 entstehen. Der Freistaat Bayern besitzt dort ein Grundstück und plant im Rahmen des Wohnungspaktes „Staatliches Sofortprogramm für anerkannte Flüchtlinge“, ein Wohngebäude mit insgesamt sechs Wohnungen für jeweils vier Personen zu errichten.

ies berichtete die Verwaltung den Mitgliedern des Bau- und Werkausschusses in der jüngsten Sitzung. Derzeit gibt es in Oberhaching bereits eine Unterkunft auf dem Gelände des Caritas Alten- und Pflegeheims St. Rita für 40 Bewohner. Drei weitere Häuser, die auf gemeindlichem Grund gebaut wurden, sind bereits eröffnet, eine letzte Unterkunft folgt noch Ende August.

Auf Nachfrage der Gemeinderäte erklärte Bürgermeister Stefan Schelle (CSU), dass die Unterbringung der zusätzlichen Flüchtlinge in die Zahlen des Landratsamtes einfließen werden, die festlegen, wie viele Menschen jede Gemeinde aufnehmen soll.

Das Gebäude des Freistaats ist auf eine Nutzungsdauer von zehn Jahren ausgelegt. Was anschließend damit geschieht, ist noch offen. Einziges Hindernis ist die gültige Stellplatzordnung. Demnach müssen zehn Parkplätze nachgewiesen werden, jedoch sind nur sieben vorgesehen. „Wenn wir das zulassen, fliegen uns die Stellplätze irgendwann um die Ohren“, prophezeite Josef Ertl (CSU). Schelle überlegte, dem Freistaat vorzuschlagen, eine der Wohnungen als Sozialraum zu nutzen, um Deutschkurse abhalten zu können und den Menschen, die dort leben, die Möglichkeit zu bieten, sich auch einmal zusammenzusetzen oder Besuch zu empfangen. Damit wären gleichzeitig weniger Stellplätze nötig.

Wie die Verwaltung erklärte, ist bei dem geplanten Projekt für Flüchtlinge außerdem eine Abweichung von der Stellplatzverordnung möglich. Gerhard Jäger vom Bauamt sagte, dass bei einer Nutzungsänderung, wie sie wohl in zehn Jahren anstehen werde, die Stellplätze dann erneut nachgewiesen werden müssten. Wann mit der Errichtung des Wohnhauses begonnen wird, ist vom Freistaat noch nicht festgelegt. Birgit Davies

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