Passagierflugzeug in Afghanistan abgestürzt: Unglück ereignet sich in von Taliban kontrollierter Region

Passagierflugzeug in Afghanistan abgestürzt: Unglück ereignet sich in von Taliban kontrollierter Region
+
Neue Asyl-Unterkunft: ein Bürogebäude in Dornach.

Bundeswehr im Einsatz

Kraftakt in Aschheim: 8000 Einwohner, 5000 Flüchtlinge

  • schließen
  • Nico Bauer
    schließen

Dornach - In der Gemeinde Aschheim im Kreis München kommen im Minutentakt Busse mit Asylsuchenden an. Mittlerweile ist sogar die Bundeswehr im Einsatz.

Es ist noch nicht einmal eine Woche her, dass die Regierung von Oberbayern beschloss, am Standort Dornach eine Notunterkunft für Flüchtlinge einzurichten. 800 Menschen, so hieß es vorigen Montag, könnten dort unterkommen. Schon am Mittwoch standen viele Betten parat, noch blieben sie unbenutzt, die Helfer erwarteten die ersten Flüchtlinge am Wochenende – jetzt beschlossen die Behörden, die Einrichtung zu erweitern. Bis zu 5000 Flüchtlinge sollen dort eine Bleibe finden. Die Dimension zeigt, wie groß der Druck durch die hohen Flüchtlingszahlen nicht nur auf die Landeshauptstadt ist, sondern auch auf die umliegenden Landkreise.

Dornach, das ist ein Ortsteil von Aschheim im Landkreis München, gleich hinter der Stadtgrenze, zwei Steinwürfe von der Messe entfernt, wo ebenfalls tausende Flüchtlinge untergekommen sind. Aschheim ist eine typische Speckgürtelgemeinde, knapp 8000 Bürger leben dort in einem ländlich geprägten Umfeld. Dornach besteht zu weiten Teilen aus einem Gewerbegebiet, es gibt dort einige Klamotten-Outlets, Hotels für Messe-Gäste, Discounter. Bei dem Komplex am Einsteinring, in dem in den vergangenen Tagen von zahlreichen Helfern eine Notunterkunft aus dem Boden gestampft wurde, handelt es sich um ein leerstehendes Bürogebäude. Derzeit gibt es dort Platz für 1500 Flüchtlinge.

Seit Samstag kommen im Fünf-Minuten-Takt Busse mit Flüchtlingen vom Hauptbahnhof in der Münchner Innenstadt in Dornach an. Die Johanniter und engagierte Bürger kümmern sich um die Erstversorgung, auch medizinische Helfer sind im Einsatz. „Wir sind mit den Strichlisten der ankommenden Leute gar nicht mehr nachgekommen“, sagte Gerhard Bieber von den Johannitern. Zunächst wurden 1200 Menschen gezählt, es gebe aber eine hohe Fluktuation – viele Flüchtlinge machen sich umgehend auf den Weg in andere Städte. In den kommenden Tagen wird die Erstaufnahmeeinrichtung mit Hilfe der Bundeswehr ausgebaut. Wann die geplante Kapazität – 5000 Plätze – ausgereizt wird, ist unklar.

Eine weitere große Unterkunft im Landkreis München entstand am Wochenende auf einer Wiese auf dem Bundeswehrgelände Unterhaching. Fünf Großzelte wurden aufgestellt, eines dient der Versorgung, in den anderen können bis zu 1000 Menschen untergebracht werden. Das Problem: Die Zelte stehen – doch es gibt nicht mehr genügend Feldbetten.

caz/nb

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Unterschleißheim will Roboterbus testen
Es könnte die erste autonom fahrende Buslinie im Landkreis werden. Ein elektrischer Roboterbus soll von der Stadtmitte nach Riedmoos fahren und vielleicht auch …
Unterschleißheim will Roboterbus testen
Bahn-Mitarbeiter hält Rucksack von Schwarzfahrer fest, dann eskaliert Fahrschein-Kontrolle
In einer S-Bahn Richtung München Hauptbahnhof ist am Donnerstag eine Fahrscheinkontrolle eskaliert. Ein 18-Jähriger rastete aus und griff den DB-Mitarbeiter an.
Bahn-Mitarbeiter hält Rucksack von Schwarzfahrer fest, dann eskaliert Fahrschein-Kontrolle
Trotz positiven Gutachtens: Döner-Laden soll schließen - Familienvater bangt um Existenz
Der Traum vom eigenen Dönerimbiss währt erst kurz, bevor er nun bitter platzen könnte: Weil ein Nachbar plötzlich klagt, droht den Betreibern des „Egeli 35“ in Ottobrunn …
Trotz positiven Gutachtens: Döner-Laden soll schließen - Familienvater bangt um Existenz
Neues Pflegekonzept verunsichert Angehörige
Das KWA-Wohnstift am Parksee in Unterhaching investiert zehn Millionen Euro in eine umfassende Modernisierung. Was auf den ersten Blick schön klingt, verunsichert einige …
Neues Pflegekonzept verunsichert Angehörige

Kommentare