Gasaustritt in Bad Wiessee - Gelände großräumig abgesperrt

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Spendenübergabe: (v.l.) Finanzminister Georg Fahrenschon, Vorsitzender Rolf Zeitler, 2. Vorsitzender Hans Ulrich Brendel, leitender Stationsarzt Dr. Erwin Stolpe, Schatzmeister Thomas Stockerl und Dr. Claus Enneker. Foto: fkn

Förderverein Christoph 1: Gedenkfeier für verunglückte Rettungskräfte

Unterschleißheim - Der Förderverein Christoph 1 hat verunglückten Rettungskräften ein gebührendes Ehrenmal gesetzt und eine Gedenk-Bronzetafel gestiftet, die am Hangar am Klinikum Harlaching angebracht wurde.

Vor 35 Jahren sind drei Besatzungsmitglieder des Rettungshubschraubers Christoph 1 auf tragische Weise ums Leben gekommen. Eine Berührung des Hauptrotors mit einem Maibaum in Arget führte zum Absturz der Maschine. Arzt, Rettungsassistent und Pilot starben.

Der Förderverein Christoph 1 wurde 2005 von Ärzten, Lebensrettern, ADAC, kommunalen Mandatsträgern und Abgeordneten ins Leben gerufen. Er unterstützt durch Spenden die Ausbildung und Schulung des medizinischen Personals sowie die Ausstattung der eingesetzten Hubschrauber und des Hangars. Unterschleißheims Bürgermeister Rolf Zeitler ist Vorsitzender des Fördervereins, sein Presse-Referent Thomas Stockerl der Schatzmeister. 1500 Menschen werden seit 1970 pro Jahr von der Crew des Hubschraubers versorgt.

Gründungsmitglied Dr. Claus Enneker hat einen besonderen Bezug zu der Tragödie von 1975: Der ehemalige chriurgische Chefarzt kannte die Opfer persönlich. Heute ist er Kuratoriumsmitglied des Fördervereins und leistete mit einer Spende von 2500 Euro den größten Beitrag für die Bronzetafel, die rund 3100 Euro kostete.

Das neue Ehrenmal steht neben einem anderen Gedenkstein - dieser erinnert an einen Unglücksfall von 1971, als ein Notarzt starb und Pilot und Rettungsassistent schwer verletzt wurden.

Der bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon, der Kuratoriumsmitglied des Fördervereins ist, nutzte den feierlichen Gedenkakt, um auf die Wichtigkeit von privatem und ehrenamtlichem Einsatz hinzuweisen. „Ehrenamtliches Engagement im Gesundheitswesen ist unersetzlich“, erklärte er den Anwesenden am Hangar.

Dass der „Förderverein Christoph 1“ in fünf Jahren bereits zwei „wichtige Anschaffungen“ getätigt hat, lobte Minister Fahrenschon. 2007 kauften die Mitglieder ein Einsatzunterstützungsfahrzeug für den Helikopter, zwei Jahre später folgte eine Kletterwand für den Hangar, an der sich Besatzungsmitglieder auf schwierige Einsätze in den Bergen vorbereiten können. mm

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