Förderverein wehrt sich gegen Gerüchte

- Unterföhring (bue) - Mit großem Jubel haben die Mitglieder des Fördervereins Soziale Dienste (FSD) die Entscheidung des Gemeinderates begrüßt, das Soziale Zentrum in Unterföhring zu bauen (wir berichteten). "Zu diesem Erfolg hat jeder Einzelne von Ihnen beigetragen", sagte bei der Mitgliederversammlung FSD-Vorsitzende Edith Michal. Noch vor neun Monaten habe in Unterföhring der Eindruck geherrscht, dass sich für das Zentrum niemand mit dem nötigen Nachdruck einsetze, erklärte 2. Vorsitzender Wolfgang Schwaiger. "Jetzt ist das Ziel erreicht."<BR>

Der FSD könne seine Ernergie auf neue Projekte lenken. "Jetzt sollten wir zusammenarbeiten und nicht mehr Gräben vertiefen oder neue aufreißen, so wie bisher", forderte Schwaiger. Dass das so leicht nicht sein wird, zeigte sich schon während der Versammlung: Immer noch gibt es alte Empfindlichkeiten. So verwahrte sich 3. Bürgermeister Thomas Weingärtner (SPD) dagegen, dass die Gemeinde nicht genügend Eifer gezeigt habe. "Das Verdienst des FSD ist es, Dynamik in die Sache gebracht zu haben, aber auch schon davor wurde hinter den Kulissen am Sozialen Zentrum gearbeitet."<P>Ansätze für Kooperation mit der Gemeinde <P>Gegen ein Gerücht ganz anderer Art kämpft Edith Michal: "Es ist schlicht nicht wahr, dass wir den Leuten ein Bett im Pflegeheim versprechen, damit sie bei uns Mitglied werden", sagte sie. Das verunglimpfe die Helfer auf unsägliche Weise. Mittlerweile habe der FSD 319 Mitglieder, die allesamt aus eigenem Antrieb gekommen seien. "Bei uns sind inzwischen alle Parteien und sämtliche Unterföhringer Vereine vertreten", ergänzte Schwaiger. Trotz der alten Wunden gibt es erste Ansätze einer Zusammenarbeit von FSD und Gemeinde. Für das Betreute Wohnen zu Hause, das schon lange vor dem Sozialen Zentrum starten soll, wollen beide zusammen arbeiten, sagt FSD-Beauftragte Elisabeth Rupprecht. Erste gemeinsame Aufgabe könnte es werden, die von der Gemeinde sehr allgemein ausgeschriebene Stelle für das Projekt zu verbessern.<P>

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