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Am Forschungsreaktor Garching ist der Katastrophenschutz gewährleistet

Garching - Stadträtin Ingrid Wundrak (Grüne) und ihre Mitstreiter vom Verein „Bürger gegen Atomreaktor Garching" haben Bürgermeisterin Hannelore Gabor (CSU) einen Katalog mit 21 Fragen zu Katastrophenwarnung und -vorsorge im Zusammenhang mit dem Forschungsreaktor FRM-II in Garching und weiterer potenzieller Gefahrenherde vorgelegt.

Das Ergebnis des Schriftwechsels ist wenig überraschend: Die Bürgernmeisterin sieht keinen Grund zur Sorge - die Reaktorgegner halten ihre Stellungnahme für „unvollständig“, um es milde auszudrücken. Die wichtigsten Streitpunkte und Erkenntnisse im Überblick:

Sirenenanlage

Die Garchinger Reaktorgegner fordern eine stationäre Sirenenanlage für ihre Stadt. Diese würde laut Bürgermeisterin Hannelore Gabor schätzungsweise mindestens 50 000 Euro kosten. Unter Berücksichtigung der angespannten Haushaltssituation der Stadt und der Tatsache, dass das Landratsamt München als Katastrophenschutzbehörde dafür keine Notwendigkeit sehe, könne sie die Installation zum jetzigen Zeitpunkt nicht befürworten, erklärt die Bürgermeisterin. Der Zeitunterschied zur Alarmierung mit den vorhandenen mobilen Sirenenanlagen der Freiwilligen Feurerwehren Garching und Hochbrück „dürfte sich im Bereich der üblichen Hilfsfrist der Feuerwehren von höchstens zehn Minuten bewegen“, schreibt sie. Da etwa für den Weihnachtsmarkt eine Summe in ähnlicher Größenordnung augegeben werde, findet Ingrid Wundrak das Kostenargument „zum Lachen“.

Evakuierungsübung

Warum in Garching noch nie eine Evakuierungsübung durchgeführt worden sei, interessierte die „Bürger gegen Atomreaktor Garching“. Eine solche Übung sei nach den „Leitsätzen für Maßnahmen des Katastrophenschutzes bei kerntechnischen Unfällen“ nicht vorgesehen, begründete Gabor. Wundrak dazu: „Das beruhigt mich keineswegs.“

Kaliumjodtabletten

Hinsichtlich des Vorrats an Kaliumjodtabletten und deren Ausgabe im Erstfall konnte die Bürgermeisterin die Reaktorgegner beruhigen. Allein die in Garching selbst gelagerten Tabletten würden für 26 400 Erwachsene (Garching hat rund 16 000 Einwohner) ausreichen. Um die Ausgabe würden sich Feuerwehr und Katastrophenschutz sowie Bedienstete der Stadt kümmern.

Infobroschüre

Die Broschüre „Rundherum sicher!“ sei „eher ein Flyer, der die Gefahren des Reaktors verharmlost, denn eine Informationsschrift“, finden Wundrak und ihre Mitstreiter. Gabor verteidigt die Broschüre, die „übersichtliche Informationen für die unrealistischsten Szenarien“ biete. Wessen Informationsbedarf über die 28 Seiten hinausgehe, sei willkommen, eine Führung am Forschungsreaktor mitzumachen. Wundrak bleibt bei ihrer Forderung nach einer neuen Broschüre, auch weil die jetzige nur in Englisch, nicht in anderen Fremdsprachen, zur Verfügung stehe.

Die Infobroschüre „Rundherum sicher!“ kann unter www.frm2.tum.de im Menü Infos & Downloads unter „Broschüren & Vorträge“ abgerufen werden.

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