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Kaufleute für Büromanagement gehören zu den Top Fünf der beliebtesten Ausbildungsberufen.

IHK München und Oberbayern informiert:

Ausbildungsbeginn für mehr als 1200 Jugendliche: 606 Stellen bleiben unbesetzt

  • VonLena Hepting
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Für viele Jugendliche beginnt im September ein neuer Lebensabschnitt. Im Landkreis München fangen 1220 junge Erwachsene eine Ausbildung in einem IHK-Beruf an.

Mit Anfang September treten im Landkreis München 1220 Jugendliche eine Ausbildung in IHK-Berufen an. Nach der vorläufigen Statistik zum Beginn des Ausbildungsjahres gibt es bei den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen ein Plus von mehr als 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die IHK für München und Oberbayern mitteilt.

„Der Corona-Einbruch vom Vorjahr ist damit gestoppt. Unsere Betriebe setzen angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels mehr denn je darauf, selbst ihren Nachwuchs auszubilden. Die Ausbildungsbereitschaft ist ungebrochen. Die Stärke unseres dualen Ausbildungssystems hilft gerade jetzt“, sagt Christoph Leicher, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses München-Land. „Das größte Problem für viele Betriebe ist nach wie vor der Mangel an Bewerbern.“

Fachkräftemangel:606 Lehrstellen bleiben unbesetzt - 198 unversorgte Ausbildungsbewerber bleiben zurück

Laut aktueller Statistik der Arbeitsagentur sind im Landkreis noch 606 Lehrstellen unbesetzt. Diesem Angebot stehen 198 unversorgte Ausbildungsbewerber gegenüber. Rein rechnerisch kommen so im Landkreis München auf jeden unversorgten Bewerber drei Ausbildungsplätze. „In den nächsten Jahren wird sich die Bewerberlücke am Ausbildungsmarkt noch weiter öffnen. Bis 2030 gehen 2,8 Millionen Erwerbstätige in Bayern in Rente. Im gleichen Zeitraum wird es aber nur 1,5 Millionen Schulabgänger als potenziellen Fachkräftenachwuchs für diese offenen Stellen geben“, sagt der IHK-Regionalausschussvorsitzende. Die Corona-Pandemie habe zudem heuer wie schon im Vorjahr nahezu alle Maßnahmen zur Berufsorientierung erschwert.

Schnupperpraktika, Ausbildungsmessen und persönliche Bewerbungsgespräche konnten oftmals gar nicht oder nur in sehr beschränkter Form stattfinden. Auch die wichtige Bewerbungsphase im Frühjahr habe unter den außergewöhnlichen Umständen gelitten. Unterm Strich ist im Landkreis die Zahl der Bewerber um eine Ausbildung im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zurückgegangen, so die Daten der Arbeitsagentur. Diese Angaben beziehen sich auf alle Bereiche des Ausbildungsstellenmarkts, der neben dem IHK-Bereich der Betriebe in Industrie, Handel und Dienstleistungen auch das Handwerk, freie Berufe und den öffentlichen Dienst umfasst.

„Wir setzen dennoch weiter auf einen Aufholeffekt bis zum Ende des Jahres. Unversorgte und unentschlossene Schulabgänger haben auch jetzt noch alle Chancen, eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden“, zeigt sich Leicher optimistisch. „Auch dieses Jahr bleibt unser erklärtes Ziel, dass jeder ausbildungswillige Schulabgänger einen Ausbildungsplatz bekommt.“ Er ruft dazu auf, sich auch nach dem 1. September um einen Ausbildungsplatz zu bemühen. „Noch ist es nicht zu spät.“ Der Vorsitzende stellt klar: „Nachdem schon im vergangenen Jahr zahlreiche Lehrstellen in der Region unbesetzt geblieben waren, haben manche Betriebe die aktive Suche nach Auszubildenden aufgegeben.

Für die weiter von Corona-Beschränkungen betroffenen Branchen wie Gastronomie, Tourismus und die Veranstaltungsbranche ist die Perspektive ohnehin sehr schwierig. Selbst wer Ausbildungsplätze anbietet, hat dort mitunter große Probleme, überhaupt Bewerber zu finden. Umso wichtiger ist, dass es keinen weiteren Lockdown gibt und die Firmen wieder Planungssicherheit bekommen“, so Leicher. Für den Vorsitzenden ist dabei der uneingeschränkte Präsenzunterricht von elementarer Bedeutung. Für die Berufsschulen brauche es eine klare Teststrategie beziehungsweise 3G-Regelungen, um die Quarantäne ganzer Klassen sowie Wechselunterricht zu vermeiden.

IHK München und Oberbayern: Das sind die fünf beliebtesten Ausbildungsberufe

Bei den jungen Männern ist im Landkreis der Fachinformatiker der beliebteste IHK Beruf, bei den jungen Frauen die Kauffrau für Büromanagement. Die Top fünf der IHK Ausbildungsberufe insgesamt sind: Kaufleute für Büromanagement, Kaufleute im Einzelhandel, Fachinformatiker, Verkäufer sowie Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement. Insgesamt gibt es im Landkreis mehr als 90 verschiedene IHK-Berufe, in denen Jugendliche derzeit eine Ausbildung absolvieren. Insgesamt bilden im Landkreis aktuell 860 IHK-zugehörige Betriebe aus. Sie stehen für rund 60 Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Freie Lehrstellen mit sofortigem Ausbildungsbeginn sind noch hier zu finden.

Quelle: Forum

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