1. Startseite
  2. Lokales
  3. München Landkreis
  4. Forum

Oberschleißheim: Spatenstich in der Gemeinde - „Am Frauenfeld“ wird gebaut!

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Bert Brosch

Kommentare

Endlich konnten sie den Spatenstich Am Frauenfeld ausführen
(v.l.): Architekt Albrecht Quincke, Planerin Beate Krusenberg, Bürgermeister Markus Böck, Statiker Gerald Wanninger und der stellvertretender Bauamtsleiter Deniz Ugurlut.
Endlich konnten sie den Spatenstich Am Frauenfeld ausführen (v.l.): Architekt Albrecht Quincke, Planerin Beate Krusenberg, Bürgermeister Markus Böck, Statiker Gerald Wanninger und der stellvertretender Bauamtsleiter Deniz Ugurlut. © bro

Seinen ersten Spatenstich durfte Bürgermeister Markus Böck (CSU) für das kommunale Wohnbauvorhaben „Am Frauenfeld“ setzen. Bis Ende 2023 soll es fertig sein.

Seinen ersten Spatenstich durfte Bürgermeister Markus Böck (CSU) für das kommunale Wohnbauvorhaben „Am Frauenfeld“ setzen. Bis Ende 2023 sollen ganz im Westen der Stadt elf bezahlbare Wohnungen für Gemeindemitarbeiter entstehen.

„Am Frauenfeld“: Seit 2018 auf der Agenda

„Seit dem Jahr 2018 wurde über dieses Projekt immer wieder gesprochen“, sagte Böck. „Zahlreiche Änderungen und ein überraschend hohes Grundwasser verursachten deutliche Mehrkosten und damit eine große Ausschreibung, dann kam Corona.“ Nun sei man nach dem Wechsel des Architekten - das Büro Rauch und Krusenberg machte die Planung, nach der Ausschreibung übernahm das Büro Quincke Moritz – so weit, dass man den Spatenstich ausführen könne“, sagte Böck.

Er sei sehr froh, dass es endlich losgehe, denn bezahlbarer Wohnraum für Gemeindemitarbeiter, Erzieher, Krankenpfleger und Feuerwehrleute sei dringend notwendig. „Mit aktuell kalkulierten Kosten von 5,7 Millionen Euro, wovon die Regierung von Oberbayern den Großteil bezahlen wird, zählt dies zu unseren größten Projekten in den kommenden Jahren“, sagte der Bürgermeister.

„Am Frauenfeld“: Areal ist seit den 1990er Jahren im Besitz der Gemeinde

Die Gemeinde erwarb das 1200 Quadratmeter-Areal in der Mooswegsiedlung zu Beginn der 1990-er Jahre vom Freistaat und versah es mit einer Sozialbindung. Diese lief ungenutzt aus, es gab dafür keinen Bedarf. Die Freien Wähler forderten dort Sozialwohnungen zu bauen oder das Grundstück mit der Baugenossenschaft Ober- und Unterschleißheim zu verwerten, angedacht wurde sogar, eine eigene Genossenschaft zu gründen.

So wird das Passivhaus Am Frauenfeld Ende 2023 aussehen, wenn dann elf günstige Wohnungen für Gemeindemitarbeiter bezugsfertig sind.
So wird das Passivhaus Am Frauenfeld Ende 2023 aussehen, wenn dann elf günstige Wohnungen für Gemeindemitarbeiter bezugsfertig sind. © bro

Die Mehrheit aus SPD und CSU im Gemeinderat lehnte dies aber ab. Seit 2018 war sich der Gemeinderat einig, das Grundstück sozial zu nutzen. Zahlreiche Konzepte wurden angedacht, von günstigen Mietwohnungen für Gemeindemitarbeiter über ein Mehrgenerationenhaus bis zur Wohngemeinschaft für Demenz-Kranke.

„Am Frauenfeld“: Alle Wohnungen sind barrierefrei

Planer Thomas Rauch berichtete, dass er den Auftrag erhielt, ein Haus für Paare und Familien zu konzipieren, „nicht für Singles. Also entwarfen wir im Erdgeschoss zwei Vier-Zimmer-Wohnungen, in den oberen drei Etagen jeweils drei Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen – alle mit Balkon.“ Küche und Bad sind flexibel zu nutzen, entweder als einen oder zwei Räume, alle Wohnungen sind absolut barrierefrei, darauf legte die Regierung von Oberbayern als Förderer größten Wert, sagte Rauch.

„Das ganze wird ein Passivhaus mit PV-Anlage auf dem Dach und Wärmerückgewinnung, der Hauptbaustoff ist Holz.“ Nach einer durch das hohe Grundwasser verursachten Kostensteigerung wegen der Beton-Wanne übernahm Architekt Albrecht Quincke nach einer Ausschreibung das Zepter. „Ich liebe Holzbau und freue mich sehr auf dieses tolle Projekt aus Holz und Beton“, sagte Quincke, ehe die Verantwortlichen endlich ihre Spaten in den Erdhaufen rammen durften.

Bert Brosch

Auch interessant

Kommentare