Haben ihre Bilder in Szene gesetzt: (v.l.) Ilona Zindler (VHS), Kursleiter Bjarne Geiges und die Teilnehmer Bettina Schwermer, Andreas Kuhn, Gaby Focke, Toni Zwicknagl, Gerhard Schweizer, Andreas Martin Jensen Foto: Gerald Förtsch

Fotografen setzen ihre Bilder in Szene

Garching - Klar, wer mit einer Fotoausstellung Erfolg haben will, der sollte fotografieren können.

Doch das ist nicht die einzige Voraussetzung fürs Erfolgserlebnis. Wieviele Bilder sollen es sein? Welche Motive passen gut nebeneinander? Welches Licht ist optimal? Welcher Rahmen passt zum Bild?

Diesen Fragen gingen neun Teilnehmer des Kurses „Wie gestalte ich eine Ausstellung?“ an der Volkshochschule im Norden des Landkreises München nach. Nun zeigen sie bis zum 19. Dezember ihre Exponate in gekonnter Manier, und füllen das Garchinger VHS-Haus vom Erdgeschoss bis unters Dach.

„Bei der Präsentation muss man Fotos anders behandeln als Malerei“, hat Gaby Focke erfahren. Und Toni Zwicknagl hat gemerkt: „Es gibt überraschende Kriterien, an die man nicht denkt, wenn man durch eine Ausstellung geht, aber die man berücksichtigen muss, wenn man selbst eine Ausstellung machen will.“

Die Größen der Exponate müssen harmonieren, und es macht einen Unterschied, ob das Bild mit oder ohne Passepartout präsentiert wird. „Die Teilnehmer haben alles sehr gut beachtet“, lobte Kursleiter und Fotograf Bjarne Geiges.

Als freiberuflicher Fotograf, der vor 28 Jahren die Ateliertage Berg-Icking erfunden hat und eigene Ausstellungen gestaltet, gab er seinen Schülern wertvolle Tipps, denn es gilt auch, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, einen Ausstellungsraum zu finden und sich eine Adressliste anzulegen. Bei der Wahl des Raumes sollten noch nicht so bekannte Fotografen „auch bescheiden sein und die Werke gerne auch mal beim Frisör oder beim Arzt ausstellen“. Seine erste Ausstellung fand 1986 im Weilheimer Stadtmuseum statt.

Ein schöner Rahmen mit Publikumsverkehr fand sich für seine Schüler nun auch im Garchinger VHS-Haus. VHS-Fachbereichsleiterin Ilona Zindler lobte die Vielfalt ebenso wie das Engagement der Teilnehmer.

Ob es weitere Kurs mit Bjarne Geiges geben wird, ist noch offen, denn der Dozent ziert sich ein wenig. „Ich bin Fotograf und nicht der Zampano, der vorne eine große Nummer macht“, meint er schmunzelnd. Insgeheim aber hat er sich über sein gelungenes Debüt als VHS-Kursleiter gefreut, zumal er anfangs skeptisch war: „Ich habe die vielen Fotokurse im Programm gesehen und erst mal gefragt: Was will man da noch anbieten?“ Man fand ein Thema, und das zeigt: Es gibt immer etwas, das man lernen und herzeigen kann. Marion Friedl

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