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Bald wird es schwarz auf dem Dach der Grundschule: Die Schüler sollen den Energieverlauf der Fotovoltaikanlage visualisiert nachverfolgen können. 

Energieversorgung

Turmhaus bald im Batman-Look

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Der Fachvortrag des Solarstromexperten Robert Hofmann änderte auf einen Schlag die Sicht der Grünwalder Gemeinderäte. Sie stimmten jetzt allesamt für eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Martin-Kneidl-Grundschule. Auf dem altehrwürdigen Turmhaus werden im Zuge der Dachsanierung (wir berichteten) schwarze, monokristalline Module aufgesetzt. Sie sollen die Dachlandschaft nicht allzu sehr stören.

GrünwaldNoch in der Dezember-Sitzung wollte sich etwa Tobias Brauner (PBG) so gar nicht an den Gedanken gewöhnen, dass das altehrwürdige Schulhausdach mit Solarzellen zugepflastert wird. „Das ist überhaupt nicht ästhetisch“, fand er und kündigte Widerstand an. Aber davon war in der Februar-Sitzung nichts mehr zu spüen. Gegenüber dem Münchner Merkur sagte Brauner später: „Ich lasse mich gerne überzeugen vom Gegenteil, wenn triftige Gründe dafür sprechen. Ich bin kein Betonkopf.“ Die in der Sitzung vorgestellten schwarzen Module scheinen seiner Meinung die Dachgestaltung nicht negativ zu beeinflussen.

Bleibt die nächste Frage: Ist Fotovoltaik hier überhaupt sinnvoll? „Das macht wahnsinnig viel Sinn“, warb der Spezialist der Firma Solarstrom und erklärte routiniert, warum das so ist: Selbst auf Dächern, die keine Südseite, sondern wie im Fall der Grünwalder Schule, eine Ost-West-Ausrichtung aufweisen, kann immer noch 85 Prozent des energetischen Vollertrages verbucht werden. Sehr gut verträgt sich demnach die Strombetriebszeit der Schule mit der Einstrahlung auf dem Dach. Hier herrscht große Übereinstimmung. Denn wenn morgens die Grundschüler über die Schwelle strömen, fangen die Module auf dem Dach bereits kräftig Sonnenstrahlen auf. Die Energie wird zusätzlich in einem Lithium-Speicher gesammelt und kann bei Spitzenzeiten dann zusätzlich in den Schulbetrieb eingespeist werden. Der Fachmann geht davon aus, dass die Module eine Lebensduer von ungefähr 20 Jahre haben. In den ersten zehn Jahren amortisiert sich die Investition, die in diesem Fall brutto 150 000 Euro beträgt. Die anschließenden zehn Jahre bringen den Ertrag, nach der optimistischen Schätzung Hofmanns liegt er bei etwas weniger als 240 000 Euro. Abziehen müsste man davon eine Versicherung gegen Hagelschaden und einen Austausch des Litium-Akkus sowie einzelner Module, die ausgestauscht werden müssen. Immerhin: Durch die Dachneigung geht kaum Energie verloren, von Vorteil ist hier laut Hofmann auch, dass man die Solarzellen nicht reinigen muss. Auch die Gefahr eines Brandes durch Beschädigung des Lithiums im Dachspeicher ist so gut wie ausgeschlossen. Hofmann: „Es sei denn, Sie schlagen mit einem Hammer drauf.“ 

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