Die Isar als Wahrzeichen Pullachs: Malte Johannsen hat mit seinen ganz unterschiedlichen Ansichten des Flusses die Jury überzeugt. Er ist einer der Gewinner. Seine Arbeiten zeigt Wolfgang Flachmann vom Verein „Pullach aktiv“. Foto: Bro

Fotowettbewerb: Auf den richtigen Ausschnitt kommt es an

Pullach - Daheim ist es doch am schönsten. Wie die Teilnehmer des Fotowettbewerbes „Pullachs schönste Seite" beweisen. Der Verein „Pullach aktiv" hatte einen Aufruf an alle Pullacher gestartet, die schönsten Orte, Momente und Eindrücke in ihrer Gemeinde mit der Kamera festzuhalten. Während einer Vernissage im Pullacher Bürgerhaus wurden die sechs besten Einsendungen feierlich ausgezeichnet.

Leicht hatten es die Teilnehmer den vier Juroren mit ihrer Bilderauswahl nicht gemacht. Auf mehr als 100 eingesendeten Fotos zeigen die Hobbyfotografen eindrucksvolles Abendstimmungen, den Facettenreichtum der Isar oder das bunte Leben in der Gemeinde. Prämiert hat die Jury schließlich drei Einzelmotive und drei Fotoserien mit vier Einzelbildern. Die vier Jurymitglieder - unter ihnen drei Profifotografen und ein Vereinsmitglied - vergaben dazu unabhängig voneinander ihre Punkte. In einem zweiten Schritt wurden diese dann addiert und die Sieger ermittelt.

Jeder Gewinn ist dabei gleichwertig, auf eine Rangfolge innerhalb der Gewinner haben die Veranstalter bewusst verzichtet. Obwohl alle Einsendungen ein hohes handwerkliches Niveau zeigen, gab es für die Juroren keinen klaren Favoriten. „Die vergebenen Punkte der Jury waren ziemlich breit gestreut“, sagte der Mitorganisator des Wettbewerbs, Wolfgang Flachmann, „natürlich gibt es handwerkliche Kriterien. Aber danach ist die Bewertung eines Bildes immer subjektiv. Jeder sieht sie durch seinen eigenen Filter, der durch Vorerfahrungen, Bildung, oder auch durch die momentane Stimmung geprägt wird.“

Die offensichtlich richtigen Filter hat Christoph Mayer angesprochen. Zweimal wurden seine Bilder ausgezeichnet. Sein Einzelmotiv „10 nach 12“ zeigt ein prächtiges Spiel aus Licht und Wolken über dem Turm der Heilig- Geist-Kirche in Pullach. Die Bilderserie der Grosshesseloher Brücke hält verschiedene Stimmungen an der Isarüberführung fest. Über eine Auszeichnung freuen sich auch vier weitere Gewinner: Andrea Koblinger und Viktor Mazug erhielt eine Auszeichnung für ihre Einzelmotive. Ulrich Frisch und Malte Johannsen für jeweils eine Fotoserie. Die Gewinne - unterschiedliche Fototouren mit einem Profifotografen - übergab, während der Vernissage, Pullachs Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne).

Über den erfolgreichen Auftakt ihrer Ausstellung und die rege Teilnahme am Fotowettbewerb freuen sich besonders die Organisatoren von „Pullach aktiv“. Denn dies war der erste Wettbewerb dieser Art. In den vergangenen Jahren hatte der Verein immer ein Bilderrätsel veröffentlicht, bei dem die Teilnehmer einen Ort Pullachs anhand eines Fotos erkennen mussten. Obwohl auch dieser Wettbewerb mit gut 400 Teilnehmer erfolgreich war, entschied sich der Verein für den Fotowettbewerb, wie Wolfgang Flachmann sagt: „Fotografieren heißt immer auch sehen, und dank des Wettbwerbs gehen die Teilnehmer bewusster durch Pullach.“

Bis zum 6. Oktober hängen die Fotografien im Bürgerhaus. Außerdem plant der Verein, einen Kalender mit den Fotos für 2015 zu gestalten.

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