Die Kandidatenliste der Freien Wähler führen (v.l.) Kristine Löw, Bürgermeister Günter Heyland, Marianne Werner, Thomas Felber, Günter Schindler, Klaus Oberländer, Elisabeth Stettmeier und Maximilian Heyland an. Vorsitzende Elizabeth Clasen-Matschilles, die auf dem dritten Listenplatz in die Wahl geht, ist auf dem Foto nicht zu sehen. Foto: Jürgen Bollig

Freie Wähler N@U stellen Kandidaten für Gemeinderatswahl auf

Neubiberg - Mit der Präsentation ihrer Kandidaten für die Wahl am 29. März haben die Freien Wähler N@U, die erstmals zur Gemeinderatswahl antreten wollen, den Wahlkampf in Neubiberg eingeläutet.

Dabei präsentierte sich die parteifreie Vereinigung, die binnen drei Wochen ihre Mitgliederzahl verfünffacht hat, selbstbewusst und bescheiden zugleich: "Ziel ist der Einzug in den Gemeinderat. Über die Anzahl der Sitze zu spekulieren, wäre vermessen“, betonte Vorstandsmitglied Günter Heyland.

Dass die angesetzten Neuwahlen für die Freien Wähler wie ein Geschenk sind, daraus machte Georg Oberleitner keinen Hehl: "Wir sagen nicht: Jetzt müssen wir schon wieder wählen. Wir sagen: Wir dürfen wählen“, kommentierte der Leiter der Aufstellungsversammlung die Tatsache, dass die Neuwahl den möglichen Einzug der Freien Wähler in den Gemeinderat erst ermöglicht.

Dass es in den vergangenen Monaten überhaupt zum derartig großen Engagement innerhalb des parteifreien Lagers gekommen sei, begründet Oberleitner auch mit dem Theater um die SPD-Bürgermeisterkandidatur und dem Auftreten der SPD im Gemeinderat gegenüber Bürgermeister Günter Heyland. "Zum Glück wird der erste Bürgermeister von den Bürgern gewählt. Der Zweite Bürgermeister, der in die Angriffe auf Günter Heyland involviert war, wird ja vom Gemeinderat gewählt“, sagte Oberleitner mit einem Seitenhieb auf den bisherigen Vize-Bürgermeister Hermann Rumschöttel.

Die neue Vereinigung will ihre Kandidatur aber keineswegs als Feldzug gegen die SPD, sondern, wie Heyland betonte, als "parteifreie und unabhängige Alternative und starke, bürgernahe Gemeinschaft“ verstanden wissen. "Wir wollen das aktive Mitwirken der Bürger fördern.“ Auch wenn sich die Ortsentwicklung als zentrales Wahlkampfthema herauskristallisiert, glaubt Heyland, dass Themen eine zweitrangige Rolle spielen werden. "Es wird ein Persönlichkeitswahlkampf, da die Programme nicht so weit auseinanderliegen werden“, prophezeit Heyland.

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