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Schützendes Dach über dem Kopf: Nachdem es den ganzen Nachmittag über trocken geblieben war, hatte die Sängerzunft Deisenhofen darauf verzichtet, ihr Traditionssingen ins Ausweichquartier Kyberghalle zu verlegen. Und dann fing es nach einer halben Stunde doch noch an zu regnen.

Freiluftkonzert

Unter verschärften Bedingungen

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Deisenhofen - Unentwegte trotzen beim Freiluftkonzert der Sängerzunft dem Wetter, der Regen tut der Stimmung keinen Abbruch.

Als Konzertbesucher sitzt man normalerweise ganz gern nah bei der Bühne. Dort, wo man vielleicht sogar den Musikern beim Musizieren auf die Finger sehen kann. Wo der Klang für einen am besten ist. Am Sonntag in Oberhaching war das ein wenig anders. Beim fünften Freiluftkonzert der Sängerzunft Deisenhofen, die bei der Gelegenheit auch gleich ihren 110. Geburtstag gefeiert hat, waren die Besucher ziemlich abgerückt von den verschiedenen Sängergruppen. Im Schlosshof Laufzorn drängten sie sich nach der ersten halben Stunde unter den Vordächern von Ställen und Schuppen. Weil es mittlerweile zu regnen begonnen hatte. Zwischendurch donnerte es auch. 

Ein paar Eiserne harrten trotzdem aus auf den Bierbänken neben dem ausladenden Misthaufen – dann aber unter je zwei Regenschirmen pro Mann. Einen für den Kopf, den anderen über den Knien. Wobei das Ganze der Stimmung, wie es wirkte, keinerlei Abbruch tat. Weder bei den Mitwirkenden noch bei den Zuhörern, die Gastgeber Magnus Schelle, Vorsitzender der Geburtstagssänger und Cousin des Oberhachinger Bürgermeisters, auf 300 bis 400 schätzte. Highlight der Veranstaltung waren freilich die beiden Auftritte der Regensburger Domspatzen, die den musikalischen Nachmittag eröffnet hatten – und gegen Ende dann noch einmal aufgetreten sind.

 Dazwischen hörte man dem Michaelichor Perlach zu, eine Sängerrunde, bestehend aus Damen, am Sonntag sämtlich angetan mit roten Schals. Die den Deisenhofnern unter anderem ein Geburtstagslied darbrachten. Zu erleben im zweiten Teil des Konzerts waren dann der Kammerchor der Gemeinde unter Leitung von Ricarda Geary, außerdem die Jagdhornbläser aus Keferloh, deren Auftritt sich nach hinten verschoben hatte, weil sie im Stau standen. 

Und während sich die Besucher längst eingerichtet hatten auf den Bierbänken am Rand des Innenhofs, mit Blick auf die Fassade des 400 Jahre alten Schlosses, dessen Uhr irgendwann mal stehengeblieben ist um fünf nach vier, berichtete Magnus Schelle, dass er und seine Mitsänger „auf der Suche sind nach neuen Stimmen“. Auf 25 Mitglieder ist der traditionsreiche Männerchor mittlerweile zusammengeschrumpft – Verstärkung könnte man also gut gebrauchen. Geprobt wird jeweils am Dienstagabend ab 20 Uhr im Weißbräu. Unter Chorleiterin Gabriele Niehoff – der einzigen Frau der Runde.

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