Heimleiter Achim Weiss (l.), Stellvertreter Andreas Hüner, Christoph May (r.) vom Freundeskreis und Kolleginnen führenn Florian Hahn (4.v.l.) durch das Haus. Foto: mm

Freundeskreis für das Kinderheim

Feldkirchen - Seit drei Monaten steht der Feldkirchner Kinder- und Jugendhilfe Feldkirchen ein Freundeskreis unterstützend zur Seite. Diese Gruppe, die noch im Aufbau ist, hat sich zum Ziel gesetzt, ein Netzwerk außerhalb des Hauses zu knüpfen und Kontakte zu Experten und Helfern zu pflegen.

„Es geht nicht darum, Spenden zu sammeln“, erklärt Erika Kaspers, Assistentin von Heimleiter Achim Weiss und selbst Mitglied des Freundeskreises. „Die Mitglieder des Freundeskreises kommunizieren für uns. Sie vermitteln zum Beispiel Praktikumsplätze für unsere Jugendlichen oder organisieren andere praktische Hilfen“, erklärt Kaspers: „Der Freundeskreis organisiert sich in drei Gruppen.“ Vier Mitarbeiter des Hauses sowie neun externe Mitglieder, darunter der Rektor der Feldkirchner Grundschule Stephan Vogel, der CSU-Ortsvorsitzende Christoph May oder Wolfgang Erhardt von der Münchner Polizei, gehören zum inneren Zirkel des Freundeskreises. Sie treffen sich regelmäßig, um Förderaktionen anzustoßen und zu planen. Zum zweiten Kreis gehören Freunde und Unterstützer, die Aktionen durchführen: Einige Mitglieder geben zurzeit einen Internet-Lehrgang im Haus. Andere haben vor Kurzem das marode Westernforts des Kinderheims abgerissen, das durch ein neues ersetzt wird. Wieder andere springen als Helfer beim Sommerfest oder beim Adventsbasar ein. Zum dritten und weitesten Kreis zählen alle Spender und Freunde der Kinder- und Jugendhilfe.

Erste Eindrücke vom Alltag in der Evangelischen Kinder- und Jugendhilfe hat der Bundestagsabgeordnete Florian Hahn bei einem Rundgang gewonnen. Der Leiter der Einrichtung, Achim Weiss, schilderte zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen die täglichen Abläufe. Hahn erhielt viele Informationen und besichtigte die Räume der Wohngruppen, sprach mit den Kindern und nahm an einer Sitzung des Kinderparlamentes teil.

Hier kommen Kinder regelmäßig zusammen und beraten beispielsweise über notwendige Anschaffungen. Hahn stellte sich den jungen Parlamentariern als ihr Kollege vor, der eben in Berlin in einem Parlament sitze. Die Kinder erzählten Hahn, dass sie in ihrer Funktion als Kinderparlamentarier zum Beispiel im vergangenen Jahr eine Uhr für das Haus ausgesucht hätten. Gegenwärtig schauen sie sich diverse Spielgeräte an und diskutieren über ihren Nutzen für die Gemeinschaft.

Hahn zeigte sich von dem „angenehmen Klima“ in der Kinder- und Jugendhilfe begeistert: „Bei den Erzählungen der Betreuer merkt man, dass sie mit Herzblut bei ihrer Arbeit sind.“ Er lobte den Einsatz der Mitarbeiter. Der Abgeordnete aus Putzbrunn hatte eine Kiste Süßigkeiten sowie kindgerechtes Lesematerial über die Arbeit des Bundestages für die Hausbewohner im Gepäck. icb/mm

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