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Erfolgreich auf dem Eis: Das Männerteam des ERSCO spielt in der Bezirksliga Süd – und braucht dafür viel Eiszeit. 

Gemeinderäte ärgern sich über ERSCO

Frust wegen Publikumslauf im Eisstadion

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Ottobrunn - Zu wenig Publikumslauf, zu wenig Kompromissbereitschaft: Einigen Gemeinderäten stinken die vielen Zeiten, die der ERSCO das Stadion blockiert. Der Verein ist irritiert. 

Eishockey gut und schön, Eiskunstlauf gerne. Aber mancher Ottobrunner Gemeinderat findet, die Mitglieder des Eis- und Rollsport-Clubs Ottobrunn (ERSCO) blockieren das Stadion zu oft. „Wir haben immer wieder versucht, mehr Zeiten für den öffentlichen Lauf zu bekommen“, wetterte SPD-Fraktionsvorsitzende Ruth Markwart-Kunas im Hauptausschuss. „Es ist ziemlich frustrierend, dass der ERSCO kein einziges Angebot macht und uns nicht entgegenkommt. So geht’s nicht. Das ist keine Verhandlungsbasis.“

Vor allem aus den Reihen der SPD hagelte es Kritik, als es darum ging, die Nutzungsvereinbarung zwischen der kommunalen Sportpark GmbH und dem Verein zu verlängern. Unterstützung bekam Markwart-Kunas von ihrem Fraktionskollegen Konstantin Diederichs. Auch er empfindet die Zeiten für den Publikumslauf als „ausgesprochen mager“ und merkte an: „Es sind die Steuerzahler, die für das Stadion zahlen, die aber sehr wenig vom Genuss haben“. Denn es handele sich schließlich um ein kommunales Stadion, nicht um eines, das der Verein trägt.

Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) sieht das ein wenig anders. Er ergriff Partei für den „Verein mit langer Historie. Ihm kann man nicht vorwerfen, dass er sich etabliert hat und Sport für alle Altersklassen anbietet“. Zumal die Mitglieder, insgesamt rund 650, „im großen Stil“ ehrenamtlich tätig seien.

Darauf verweist auch ERSCO-Vorsitzender Günther Kopperger. Er sagt auf Nachfrage: „Die Politik des Vereins ist es explizit, einen sozialen Beitrag für Ottobrunn zu leisten“. Unter anderem mit kostenlosen Eislaufkursen und der Betreuung von Schülern, denen Vereinsmitglieder das Schlittschuhlaufen beibringen. Er findet die Vorwürfe „böswillig“. Geschäftsführerin Christine März hat dafür ebenfalls kein Verständnis. „Wir bemühen uns immer, auf die Wünsche und Belange der Gemeinde einzugehen. Aber bislang ist niemand auf uns zugekommen.“ Zudem habe es früher sehr wohl mehr Zeiten für den Publikumslauf gegeben, „doch die wurden freiwillig wieder abgegeben, weil das Interesse fehlte“. Ähnliches berichtete der Bürgermeister.

Ein Dorn im Auge ist den Kritikern, dass die Eishockey-Abteilung des ERSCO am Freitagabend und am Wochenende das Stadion häufig belegt. Aber der Landessportverband fordert, eine Fläche für Punktspiele im Ligabetrieb zwischen 17 und 0 Uhr freizuhalten. Wenn diese nicht zur Verfügung steht, „müssen wir den Ligabetrieb einstellen“, verdeutlicht März die Folgen. Derzeit hat der ERSCO sieben Eishockeyteams im Ligabetrieb gemeldet, fünf Jugendteams und ein Männerteam.

Ihnen wollte der Hauptausschuss letztlich die Grundlage nicht entziehen. Bis auf Diederichs stimmten alle Räte dann doch dafür, die Nutzungsvereinbarung zu verlängern und dem Verein die Eiszeiten zu gewähren.

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