Gabor platzt der Kragen

Garching - Es war gewissermaßen ein Novum. Erstmals seit Gründung der Energiewende Garching fällte der Stadtrat eine Entscheidung seines liebsten Streitthemas einstimmig.

Bei der Zustimmung zur Umrüstung in der Heizzentrale von Ölkesseln auf Öl/Gas-Zweistoffbrenner waren sich alle einig. Heftig wurde die Debatte dennoch. „Das hätten wir billiger haben können“, spottete Hans-Peter Adolf und verwies darauf, dass seine Grünen von Beginn an mit Gas statt mit Öl zuheizen wollten. Er betonte auch, dass die Zustimmung nichts ändere an den Bedenken seiner Fraktion gegenüber dem Projekt von der Stadt und E.ON Bayern. Er nahm auch das Wort „EWG-Konkurs“ in den Mund. Als der Neu-Grüne Walter Kratzl ausführte, dass die EWG ohne „den Rettungsschirm der Stadt“ pleite gegangen wäre, platzte Bürgermeisterin Hannelore Gabor (CSU) der Kragen. „Ich lasse hier solche Falschaussagen nicht zu“, schrie sie Richtung Kratzl, „seien sie ruhig oder gehen sie aus dem Saal.“ Den Gegnern aus dem Lager der Grünen empfahl sie, „sich die Grundsatzdebatten für den nächsten Wahlkampf aufzuheben“. nb

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