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Galerie an der Gartenmauer

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Der Blick fällt auf Bilder und Blumen: An der Mauer lassen sich die Kunstwerke wunderbar präsentieren. Ausstellungsbesucher lustwandeln im Prälatengarten. Fotos: SH
Der Blick fällt auf Bilder und Blumen: An der Mauer lassen sich die Kunstwerke wunderbar präsentieren. Ausstellungsbesucher lustwandeln im Prälatengarten. Fotos: SH

Schäflarn - Der Prälatengarten des Kloster Schäftlarns ist seit seiner Neugestaltung vor 17 Jahren Anziehungspunkt für alle Naturliebhaber.

Nun bot dieses wunderschöne Kleinod einen Nachmittag lang den perfekten Rahmen für elf Schäftlarner Künstler, die hier ihre Werke unter dem Motto „Contemplatio“, zu Deutsch „Betrachtung“, ausstellten.

Bei Katharina Steinert fand sich der Ort des Geschehens selbst auch als Motiv wieder. Gleich in drei verschiedenen Ansichten aquarellierte sie den Prälatengarten. Besonders eindrucksvoll dabei die Winterstudie: Die Spitze der Brunnenfontäne glitzert im weichen Licht, das sich auch in den dahinter liegenden Fenstern des Klosters wiederspiegelt, Schneeanhäufungen lassen ahnen, wo im Sommer die zahlreichen Rosen, Lavendel und Stauden die Beete in ein buntes Blütenmeer verwandeln. „Kein Wunder“, so die 60-Jährige, die 1982 mit dem „Sabine Ismer-Voigt Kunstpreis“ ausgezeichnet wurde, „schließlich bin auch ich eine von denjenigen, die den Prälatengarten ehrenamtlich mit pflegen. Für mich ist das sozusagen ein Heimspiel.“

Fast schon als Kontrast zu den realistisch gehaltenen Gartenansichten hängen daneben großformatige Werke mit teils mystischer Ausstrahlung. Eben die andere Art der Katharina Steinert zu malen - magisch, an Träume erinnernd, und den Betrachter immer wieder aufs Neue durch die ungewöhnliche Farbauswahl faszinierend.

Frische Bilder

im Urlaubskoffer

Ihr schräg gegenüber hängte Hans-Jürgen Heinrich noch schnell eines seiner Werke ein Stückchen tiefer. „Der Wind schlägt es sonst zu sehr gegen die Mauer“, so der Jurist. Zu seinen Lieblingsmotiven gehört die griechische Inselwelt. Erst vor kurzem kehrte der 80-Jährige mit neuen Werken im Gepäck aus seinem Sommerurlaub zurück, weiße Häuser vor strahlend blauem Himmel, die typischen Glockentürme bis ins Detail liebevoll nachempfunden.

Heinrich lacht und deutet auf ein anderes Bild, das er etwa vor 15 Jahren gemalt hat. Eine blühende Agave reckt sich gen Himmel, im Hintergrund ein Haus. „Dieses Motiv hat man mir gestohlen“, berichtet der Schäftlarner. „Irgendwann hat jemand sein Haus davor gestellt und mir so den Blick verbaut.“

Ausgestellt haben in diesem Jahr im Prälatengarten Rosemarie und Hansjörg Füllgraf, Claudia und Hans-Jörg Groß, Hans-Jürgen Heinrich, Helga Kallweit, Sabine Kirchhoff, Christel Knab, Wolfgang Steck, Katharina Steinert und Sigrid Tosold.

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