So etwas gilt es zu vermeiden: Notunterkunft in der Turnhalle der Rupert-Egenberger-Schule in Unterschleißheim, mittlerweile wieder aufgelöst. Dafür sind die Menschen von dort in die Halle des Gymnasiums Ottobrunn gezogen, auf eine Baustelle. Foto: mic/Archiv

100 Asylbewerber ziehen an die B-11 nahe dem Rewe-Supermarkt

Garching - Dass Garching 100 Asylbewerber aufnehmen wird, hat der Stadtrat bereits beschlossen. Nun steht der Standort des Wohnheims fest: Nördlich des Rewe-Supermarkts werden Container für die Flüchtlinge aufgestellt.

Die Stadt Garching ist eine von sieben Kommunen im Landkreis, die keine Asylbewerber beherbergen. Noch. Bereits in gut zwei Monaten sollen 100 Flüchtlinge ihr Quartier in Garching beziehen. Nördlich des Rewe-Supermarkts an der B 11 werden die Wohncontainer für die Flüchtlinge aufgestellt, wie Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) gestern gegenüber dem Münchner Merkur bestätigt hat.

„Es ist die beste Lösung, die in Garching zur Verfügung steht“, sagt Gruchmann. „Im Stadtrat hat es für diesen Standort eine breite Mehrheit gegeben.“ Das Gremium habe sich bewusst dafür entschieden, die Asylbewerber nicht zu verstecken. Daher sei beispielsweise das Bundeswehrgelände südlich von Hochbrück keine Option gewesen. „Jetzt haben wir einen Standort im Zentrum“, sagt der Bürgermeister. „Die Asylbewerber haben dort Einkaufsmöglichkeiten und die Bushaltestelle vor der Tür.“

Das Grundstück gehöre der katholischen Kirche, die es nun verpachtet. Die Erschließung soll rund acht Wochen dauern. „Danach wird das Landratsamt dort Container aufstellen, und die Flüchtlinge können einziehen.“ Wegen des Zeitdrucks seien zunächst schlichte Container geplant. „Ein Schnellschuss“, sagt der Bürgermeister. „Langfristig soll etwas mit höherer Qualität folgen.“

Gemäß der Landkreis-Quote hätte Garching um die 50 Flüchtlinge aufnehmen müssen. Da das Landratsamt ab einer Zahl von 75 eine sozialpädagogische Vollzeitkraft bezahlt, hatte sich der Stadtrat für eine Aufnahme von 100 Asylbewerbern entschieden. Neben der Fachkraft sollen ortsansässige Organisationen bei der Integration der Flüchtlinge helfen, sagt Gruchmann. „Die Koordination erfolgt im Rathaus. Erste Schritte sind bereits in die Wege geleitet.“

Das Landratsamt hatte als Standort für das Asylbewerberheim zunächst ein Grundstück am Professor-Angermair-Ring ins Auge gefasst, wo unlängst noch die Ausweich-Container des Werner-Heisenberg-Gymnasiums standen. Nun werde die Wahl aber voraussichtlich auf die Fläche nördlich des Supermarkts am Echinger Weg fallen, bestätigte gestern die stellvertretende Pressesprecherin im Landratsamt, Jasmin Mach. „Grundstücke, die uns angeboten werden, wollen wir so zeitnah wie möglich nutzen. Bei dem Standort am Echinger Weg ist mit einer schnelleren Erschließung zu rechnen als am Professor-Angermair-Ring.“ ps

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