Aus dem Biergarten wird ein Spritzenhaus

Garching - Nach jahrelangen Diskussionen hat der Garchinger Stadtrat den Bauplan für die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Hochbrück beschlossen. Einstimmig genehmigte das Gremium die eher kleine Lösung mit 1,3 Millionen Euro Baukosten.

Probleme dürfte es bei der Verpachtung der Wirtschaft geben, weil diese zukünftig keine Nebenräume mehr hat.

Architekt Franz Weber legte den Plan vor, der in der Fahrzeughalle einen vierten Stellplatz vorsieht. Dahinter soll auf dem Grundstück des ehemaligen Biergartens ein Erweiterungsbau errichtet werden. Dort sind zwei Werkstätten, Lagerflächen und ein Jugendraum vorgesehen. Der große Diskussionspunkt im Vorfeld war aber der Schulungsraum. Die Feuerwehr hatte den Neubau eines Raumes vorgeschlagen, der auch für größere Anlässe wie Bürgerversammlungen oder größere Vereinsfeiern genutzt werden könnte. Aus Spargründen schlug die Verwaltung aber vor, den bisherigen Nebenraum der Gastwirtschaft der Feuerwehr zuzuordnen. Die Wehr kann mit den 65 Quadratmetern Fläche leben. Bauamtsleiter Klaus Zettl sagte auch deutlich, dass die Gastwirtschaft einem Pächter nur noch mit kleinerer Fläche angeboten werde. Im Innenhof kann an Schönwettertagen eine Terrasse bewirtschaftet werden.

Der zweite Nebenraum des bisherigen Gasthauses ist schon seit geraumer Zeit als Backshop vorgesehen. Damit deutet sich an, dass die Pächtersuche für die von den Bürgern immer wieder gewünschte Wiedereröffnung des Gasthauses noch schwieriger wird. Florian Baierl (UG) regte an, dass die Stadt einen Weg sucht für die gemeinsame Nutzung als Schulungsraum der Feuerwehr und Nebenraum des Gastwirtes. Hier wären aber Konflikte vorprogrammiert, da die Feuerwehr öfter an Wochenenden Schulungen hat und zwischen Unterrichtseinheiten auch Material und Geräte stehen lassen sollte. Der Stadtrat beschloss den Anbau einstimmig, aber über den Schulungsraum wird wohl noch diskutiert werden. mf

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