So stellt sich Jürgen Jost das vor: Vorne rechts der McDonalds, daneben der Tengelmann; hinten rechts das Bürohaus, daneben das Kinderland. Foto: bauer

Investor plant McDonalds direkt am Tor zur Stadt

Garching - Jürgen Jost denkt gerne groß. Der in Garching sehr aktive Bauunternehmer aus Grünwald hat diese Woche im Garchinger Rathaus spektakuläre Pläne für den Südrand der Stadt vorgelegt. Er möchte im Süden einen neuen Eingangsbereich in die Stadt schaffen; mit McDonalds, Tengelmann und einem Kinderland.

Jürgen Jost gehört das Grundstück zwischen der Bundesstraße B 471 und der alten B 471, westlich der Ortseinfahrt an der Bundesstraße 11. Für diesen Bereich hat er nun den Antrag gestellt, ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten, über das der Bauausschuss kommende Woche beraten wird. Jost ist in Garching schon als Bauherr des Stundenwohnungs-Campus hinter Supermärkten Rewe und Lidl im Norden der Stadt bekannt.

Der neue Plan von Jürgen Jost umfasst aus vier Gebäude mit einigen Besonderheiten. Mit der Ansiedlung der Burger-Brater von McDonalds würde ein sehnlicher Wunsch vieler junger Garchinger in Erfüllung gehen. Jürgen Jost war es wichtig, die Manager der Fastfoodkette zu überreden, nahe an die Stadt heran zu gehen. „Bei diesem Standort müssen Jugendliche aus Garching nicht die B 471 überqueren.“

Neben dem Schnellrestaurant ist ein Vollsortimentmarkt von Tengelmann vorgesehen, der laut dem Bauherrn dann auch die seit Jahren diskutierte Nahversorgung des Garchinger Südens bringen würde. Nördlich von Tengelmann ist ein Kinderland mit großen Freiflächen und 5750 Quadratmetern Grundfläche vorgesehen. Jost stellt sich einen kleinen Themenpark vor, in dem Kinder einen Erlebnistag haben und auch Geburtstage feiern können. Die nördliche Reihe soll ein Bürogebäude abrunden, mit vier bis fünf Stockwerken.

Das Erdgeschoss des Bürohauses möchte der Investor den Garchinger Jugendlichen als Treffpunkt zur Verfügung stellen. Die Jugendlichen sollten ihren Freizeittreff eigenständig beaufsichtigen. „So etwas war schon immer ein Wunsch von mir“, sagt Jost. Er möchte den Raum Jugendlichen kostenlos zur Verfügung stellen und die Ausstattung eng mit den in der Jugendarbeit angagierten Mitarbeitern der Stadtverwaltung Garching abstimmen.

In seinem Antrag begründet Jost den Vorstoß damit, auf den landwirtschaftlich kaum nutzbaren Flächen ein Eingangstor für die Stadt zu bauen, dass auch eine Art Lärmschutz für das Wohngebiet zu der extrem stark belasteten Kreuzung hin ist. Durch die alte B 471 sei die verkehrsmäßige Erschließung des Geländes bereits gesichert. Die Stadträte müssen sich nun im Ausschuss und später im Stadtrat die Karten legen, ob sie diesen Bebauungsplan aufstellen wollen. Damit einher ginge dann auch eine Änderung des neuen Flächennutzungsplanes. nb

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