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Studieren den Plan: (v.l.) Robert Dallmeier, Ursula Jekelius, Bürgermeister Dietmar Gruchmann, Christoph Henzel, Peter Thaller und Projektleiter Markus Kolb.

Beginn der Bauarbeiten

Modernes Umspannwerk auf kleinerer Fläche

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Garching - Bis 2018 errichtet der Stromkonzern Bayernwerk eine neue, leistungsstärkere Anlage in Garching

Zwischen dem Nordrand von Garching und dem Forschungsgelände soll in den nächsten Jahrzehnten ein neuer Stadtteil wachsen auf einer Fläche, die derzeit bekannt ist für ein wenig schmuckvolles Umspannwerk. Gestern lud Bayernwerk zu einem Pressetermin ein zum Beginn der Bauarbeiten. 

Bis 2018 errichtet der Stromkonzern eine neue, modernere und leistungsstärkere Anlage. Somit steht dem Aufbau der Kommunikationszone nichts mehr entgegen. Nördlich von der imposanten Anlage mit den vier mächtigen Stromgeneratoren wird angrenzend an die Berufsfeuerwehr der TU München nun ein neues Gebäude errichtet mit einer Länge von 16 Metern und einer Breite von vier Metern. In diesem Haus wird dann die Zahl der Transformatoren von vier auf fünf erhöht. Im Zuge dieser Maßnahme sollen auch einige Hochspannungsleitungen durch Erdkabel ersetzt werden. 

Die Vertreter des Bayernwerks kündigten gestern eine enge Abstimmung mit der Stadt Garching an. Diese Anlage bietet langfristig das Potenzial für die Versorgung von Garching samt der Orte Hochbrück und Ismaning. Außerdem wurde mit der Erweiterung auch dem künftigen Wachstum des Forschungscampus Rechnung getragen. Nun wird gut ein Jahr dieses Gebäude errichtet und dann innerhalb des 9,6 Millionen Euro teuren Projektes die technische Anlage umgebaut. Das modernisierte Umspannwerk auf der deutlich kleineren Fläche soll Mitte 2018 etwa in Betrieb gehen, so dass die aktuelle Anlage bis Ende 2019 abgebaut werden kann. 

Derzeit stehen die vier Transformatoren für die Umwandlung des Starkstroms aus dem Fernnetz in das lokale Mittelspannungsnetz auf einer Freifläche von 12 000 Quadratmetern. Bürgermeister Dietmar Gruchmann strahlte gestern mit der Sonne um die Wette, weil der Abbau des riesigen Umspannwerkes schon seit vielen Jahren ein großer Wunsch der Garchinger war. „Fünf Jahre früher wäre diese Maßnahme auch schön gewesen“, sagt Gruchmann, „aber gut Ding will Weile haben.“ Mit dem aktuellen Zeitplan der diese Woche startenden Maßnahme kann Gruchmann gut leben, weil dieser Umbau die Entwicklung der Kommunikationszone nicht beeinträchtigt. „Alleine dieses Jahr stecken wir 585 Millionen Euro in unsere Netze“, sagte gestern Ursula Jekelius, die beim Bayernwerk für die Zusammenarbeit mit den oberbayerischen Kommunen zuständig ist. In Garching gab es in der Vergangenheit mit der Anlage kaum Probleme bei der Versorgung, aber nun möchte sich das Bayernwerk auch vorbereiten auf das deutliche Wachstum von Stadt und Forschungsgelände in den kommenden Jahren einstellen. 

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