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Licht und grün soll der Business Campus werden, der auch Gastronomie vorsieht. 

Bebauungsplan

4000 Arbeitsplätze im neuen Business Campus

Unterschleißheim - 4000 Arbeitsplätze in einem grünen Büro- und Dienstleistungspark samt Teich, Cafes, Parkhäusern und Supermarkt – so soll sich der Business Campus Unterschleißheim entwickeln. 

In einer Mammutsitzung brachte der Bauausschuss Bebauungsplan und Verkehrskonzept für das frühere EADS-Gelände auf den Weg.

Auf seiner Homepage stellt der Investor des Business Campus-Konzepts, die „DV Immobilien Management“ aus Regensburg, den 17 Hektar großen Gewerbepark an der Landshuter Straße als neues Stadtviertel für Unterschleißheim vor. Die Planung der Stadt weist in eine ähnliche Richtung: Erschließung über eine Ringstraße auf dem Gelände, die als Eigentümerweg der Zuständigkeit der „Business Campus Management“ unterliegt, Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und ein Verkehrskonzept, das mehr als nur den Bedürfnissen des Campus gerecht werden will. 

Drei Zufahrten von der Landshuter Straße

Das auf das Jahr 2030 angelegte Verkehrskonzept leitet täglich 8800 Fahrzeuge von der Landshuter Straße über drei Zufahrten auf den Campus. Für Fußgänger und Radfahrer aus Richtung Innenstadt ist eine Unterführung vorgesehen. Ab Höhe Hauptstraße wird ein vier Meter breiter Trog auf sechs Meter unter Grund führen, die Landshuter Straße parallel zum Münchner Ring unterqueren und auf dem Campus wieder die Oberfläche erreichen. Nach Rathausinformationen berücksichtigt das Konzept bereits künftige Verkehrsentwicklungen auf das in der südlichen Nachbarschaft geplante Gewerbegebiet „Opus Plaza“, wo mit 3000 Fahrzeugen am Tag gerechnet wird.

Ortsumgehung fließt in Planung ein

In die Pläne ebenfalls eingeflossen ist die in Oberschleißheim derzeit wieder diskutierte Ortsumgehung. Südlich von „Opus Plaza“ würde die Umgehung von der Staatsstraße westwärts abzweigen. Im Jahr 2030 sollen 14 700 Kraftfahrzeuge die Umgehung nutzen, während 9300 Autofahrer auf der Staatsstraße Richtung Oberschleißheim bleiben.

Für eine reibungslose Abwicklung des Campus-Verkehrs sollen die Knotenpunkte „Nord“, „Mitte“ und „Süd“ auf der Landshuter Straße sorgen. Gegenüber der Keltenschanze sollen über „Nord“ täglich 2600 Kfz über die Alfred-Nobel-Straße auf das Gelände einbiegen. Der nördlich gelegene Parkplatz bleibt erhalten, bis Parkhäuser fertig gestellt sind. „Mitte“, die Kreuzung Münchner Ring, trägt mit 5200 Kfz den Löwenanteil der Verkehrslast. Die Landshuter Straße wird um Abbiegespuren erweitert, der Münchner Ring aus Richtung Innenstadt um eine zweite Linksabbiegerspur ergänzt. Über „Süd“, der früheren Werkzufahrt, werden rund 1000 Kfz erwartet. Die Ausfahrt vom Business Campus ist nur in Richtung Oberschleißheim möglich.

Viel Augenmerk auf Radler und öffentlichen Nahverkehr

Besonderes Augenmerk legt Campus-Geschäftsführer Stephan Hof auf den Rad- und ÖPNV-Verkehr. 30 Prozent der früheren Airbus-Mitarbeiter seien mit Bus und S-Bahn zur Arbeit gekommen. Den Wert will Hof toppen. Aus anfänglichen Fehlern auf dem Business Campus in Hochbrück habe man gelernt. Angebote, wie qualitativ hochwertige Stellplätze, sollen den Anteil der Radfahrer erhöhen.

In Anwesenheit des Investors und der Campus-Geschäftsführung betonte Bürgermeister Christoph Böck (SPD), wie froh die Stadt sein könne, solch ein attraktives Gewerbegebiet zu gewinnen. Noch steht nicht fest, was der Campus die Stadt kostet. Verhandlungen laufen. Sicher ist laut Böck, dass der Investor das Gros der Kosten trägt.

SPD und Grüne hätten im Norden gerne Wohnungen

Ebenso sicher ist für Grüne und SPD, dass aus dem Campus kein neues Stadtviertel wird. Zu einem Quartier gehörten Wohnungen. Auf den von Katharina Bednarek (SPD) unterstützten Vorschlag Jürgen Radtkes (Grüne), den Parkplatz im Norden dereinst für Wohnungen zu nutzen, reagierten Böck wie Hof reserviert. Man sei diesbezüglich noch nicht in Planungen eingestiegen, antwortete der Bürgermeister.

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