Entspannt und offen: Beim Festval in Garching kann sich jeder ausleben, ohne anzuecken.
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Electro-Festival

5000 tanzen auf dem Garchinger Campus

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5000 Techno-Jünger haben sich beim Festival „Back to the Woods“ auf dem Garchinger Forschungsgelände den Alltag von der Seele getanzt. Am Morgen darauf ist Gabriel Adorf (27) noch immer im Flow.

Garching – „1A“, jubiliert der mittlerweile in Berlin lebende, aus Garching stammende Grafikdesigner, einer von vier Geschäftsführern der Agentur „Kellerkind“, die das Festival seit Jahren organisiert: „Jedes Jahr denken wir, dass wir das Vorjahr nicht toppen können. Und jedes Mal ist Back to the Woods noch größer. Spektakulär!“ Eine kleine Gruppe befreundeter Schüler aus Garching tat sich vor acht Jahren zusammen, um ein Fest auf die Beine zustellen. Aus dem Techno-Event im Obstgarten mit 100 Gästen wurden „Back to the Woods“ und „Schall im Schilf“ am Garchinger See. Die Festivals wurden über die Münchner Elektro-Szene hinaus bekannt. Es kommen international renommierte DJ´s aus Großbritannien, Frankreich oder New York.

Nie zuvor waren die 5000 Karten so schnell vergriffen

Nie zuvor waren die 5000 Karten so schnell vergriffen. Schon im Frühjahr scharten die Fans mit den Füßen, versicherten sich über Facebook gegenseitig ihrer Ungeduld.

Auf zwei Bühnen legten DJ´s im Akkord auf. Wummernde Bässe und elektrifizierende Rhythmen zogen das Festvolk schon am frühen Nachmittag in die Arena. Andere relaxten auf Decken, die sie an den Rändern ausgebreitet hatten. Bier floss in Strömen, die Sonne brannte vom Himmel. Für Abkühlung sorgte die Feuerwehr, die gelegentlich mit einem Schlauch über die Köpfe der 5000 hielt. 

Live-Band auf der dritten Bühne

Auch heuer hat Kellerkind für reichlich Abwechslung gesorgt. Eine Crew befreundeter Jungs aus Freimann macht Musik auf einer kleinen, aber feinen dritten Bühne. Im „Trash Floor“ ist es so eng, dass glitschige Leiber sich wie in der Sardinenbüchse im Rhythmus reiben. Noch intimer geht es in der „Telefonzelle“ mit Techno und Lightshow auf zwei Quadratmetern zu.

Am 28. Juli folgt „Schall im Schilf“ 

Back to the Woods erinnert an die großen Festivals der 60-iger und 70-iger Jahre. Im „Kitchen Riot“ stärkt sich das Techno-Volk bei Burritos. Gegenüber gibt es vegane Speisen. Ein zotteliger Kerl aus Augsburg bietet „organic“ Tabak ohne Zusätze feil, und Marlene hat aus ihrer Leidenschaft, sich und ihre Freunde zu schminken ein gut laufendes Geschäft entwickelt.

Gabriel Adorf blickt zufrieden auf die tanzenden Gäste. Manchmal wirkt er, als könne er nicht fassen, wie gut sich alles entwickelt hat und dass noch nie etwas passiert ist, was diese Freude hätte trüben können. „Das Schlimmste war ein verknackster Fuß oder jemand ist auf eine Wespe getreten.“ Am 28. Juli, 12 Uhr, geht es weiter mit Schall im Schilf“.

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