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Vom Kreis ihrer Kollegen muss sich Berna Arif (vorne) verabschieden. Doch der Kontakt zu (v.l.) Naima Heckmair, Christian Werner und Jan Stepputtis soll nicht abreißen – zumal Berna Arif in die Nachbargemeinde Oberschleißheim wechselt.

Jobwechsel 

Zum Abschied fließen Tränen

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Hochbrück: Berna Arif verlässt das Jugendhaus Hochbrück. Sieben Jahre hat sie dort gearbeitet. Jetzt wartet eine neue Aufgabe auf sie, in Oberschleißheim.

Sie ist ja nie zuvor in Garching gewesen, geschweige denn in Hochbrück. Und daher reist Berna Arif vor ihrem Vorstellungsgespräch im dortigen Jugendhaus etwas früher an, um durch den Ort zu schlendern. Ihr erster Eindruck, damals im Jahr 2009? „Sehr dörflich, sehr ruhig, sehr idyllisch“, erzählt die Bulgarin, die zum Studieren nach Deutschland gekommen ist. Und: „Ich habe mir gedacht: Was gibt’s denn hier?“ 

Sieben Jahre später schwirren Berna Arif andere Gedanken durch den Kopf, wenn man sie nach ihrem Bild von Hochbrück fragt. „Es ist ein kleiner, aber sehr lebendiger Ort, den man nicht unterschätzen sollte“, sagt sie. „Hier gibt es aktive Bürger, die einen mit einem großen Herzen begegnen. Es ist ein besonderer Ort – im positiven Sinne.“ Und doch ist es ein Ort, von dem sich Berna Arif verabschiedet hat – zumindest beruflich. Sieben Jahre lang hat sie für den Kreisjugendring München-Land im Hochbrücker Jugendhaus gearbeitet und am Ende drei Stellen ausgefüllt. Erstens jene Position, auf die sie sich ursprünglich beworben hatte, beim Netzwerk „Junge Integration“. Hier war sie Ansprechpartnerin für die Hochbrücker und hat Projekte initiiert wie die Aktion „Garchinger Frauen International“, bei der ein Netzwerk von 15 deutschen und ausländischen Frauen geknüpft wurde, die sich unterstützen. Zweitens war sie auch in der Grundschule aktiv, wo sie an drei Tagen in der Woche Hausaufgabenbetreuung und Sprachförderung vor allem für Kinder mit Migrationshintergrund angeboten hat. Drittens schließlich hat sich die junge Frau auchinnerhalb des Jugendhaus-Teams in der offenen Jugendarbeit eingebracht. „Ich habe mit Schulkindern, Jugendlichen und Erwachsenen gearbeitet“, erzählt sie. „Da sind tolle Projekte entstanden.“ 

Entsprechend schwer sei ihr der Abschied gefallen: „Das war heftig, da sind Tränen geflossen“, sagt sie über das Fest zu ihren Ehren, zu dem mehr als 70 Hochbrücker kamen. „Ich hatte hier eine wunderbare Zeit“, sagt Berna Arif, die weiter für den Kreisjugendring arbeitet, nun aber als Bildungsreferentin in Oberschleißheim. Dort soll sie den Aufbau einer Schule für Flüchtlinge unterstützen

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