Erneuter Einsatz bei Recycling-Firma 

Acht Meter hoher Sperrmüll-Berg brennt

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Zum wiederholten Male hat es bei einer Recycling-Firma in Hochbrück gebrannt.

Hochbrück - Ihr 100. Einsatz in diesem Jahr hat die Freiwillige Feuerwehr Hochbrück zu einem Ort geführt, den sie inzwischen zur Genüge kennt. Am Sonntagvormittag rückten 18 Einsatzkräfte unter der Leitung von Brandmeister Martin Zölfel zu jener Recyclingfirma im Nordwesten des Gewerbegebiets aus, die bis vor Kurzem noch unter dem Namen „AR Recycling“ firmierte. Inzwischen haben, wie berichtet, neue Besitzer den Standort übernommen und betreiben dort das Unternehmen „Die Umweltmeister“. Doch die neuen Inhaber haben offenbar mit den alten Problemen zu kämpfen: Wie bereits mehrfach in den vergangenen Jahren, so war am Sonntag erneut ein Abfallhaufen auf dem Firmengelände in Brand geraten. „Allerdings hat es nicht die Ausmaße gehabt wie bei früheren Vorfällen“, schränkt Martin Zölfel ein. So habe sich ein etwa acht Meter hoher Berg aus geschreddertem Sperrmüll entzündet und es habe kräftig geraucht – „aber ohne offene Flammen“, sagt der Einsatzleiter der Feuerwehr Hochbrück. Nachdem der Abfallhaufen per Radlader und Bagger abgetragen wurde, hätten die Einsatzkräfte mit drei Wasserwerfern und  5000 Litern pro Minute gelöscht, berichtet Zölfel. Nach vier Stunden seien die Feuerwehrleute und die ebenfalls anwesende Polizei dann wieder abgerückt. Der Vorfall passiert nur wenige Wochen, nachdem die Firmen „Die Grünen Engel“ und Thyssen-Alfa sowie die Geiger-Gruppe aus dem Allgäu den Hochbrücker Standort von AR Recycling übernommen haben. Wie berichtet, wehrt sich deren Anteilseigner Michael Klotz auf juristischem Wege gegen den Verkauf. In einer Mitteilung anlässlich der Übernahme kündigten „Die Grünen Engel“ massive Investitionen in  den Bereichen Brandschutz und Arbeitssicherheit an. Tatsächlich habe man bereits eine Brandwache installiert, die rund um die Uhr anwesend sei, sagt ein Pressesprecher der Geiger-Gruppe – „und sie hat auch den Brand entdeckt und die Feuerwehr informiert“. Überdies seien die neuen Besitzer in Abstimmung mit dem Landratsamt München bemüht, die Abfallberge sukzessive abzubauen, um so das Brandrisiko zu minimieren. „Wir wissen, dass der Standort eine Vorgeschichte hat“, sagt der Sprecher, „und dass die Lage nach wie vor angespannt ist.“  

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