Klaren Kopf behalten CSU-Vize-Generalsekretär Markus Blume (r.) und Ortsvorsitzender Jürgen Ascherl mit einem Glas Orangensaft beim CSU-Neujahrsempfang in Garching. Die rund 150 Gäste applaudieren Blume und den anderen Rednern, Florian Hahn und Landrat Christoph Göbel
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Klaren Kopf behalten CSU-Vize-Generalsekretär Markus Blume (r.) und Ortsvorsitzender Jürgen Ascherl mit einem Glas Orangensaft beim CSU-Neujahrsempfang in Garching. Die rund 150 Gäste applaudieren Blume und den anderen Rednern, Florian Hahn und Landrat Christoph Göbel
Klaren Kopf behalten CSU-Vize-Generalsekretär Markus Blume (r.) und Ortsvorsitzender Jürgen Ascherl mit einem Glas Orangensaft beim CSU-Neujahrsempfang in Garching. Die rund 150 Gäste applaudieren Blume und den anderen Rednern, Florian Hahn und Landrat Christoph Göbel
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Klaren Kopf behalten CSU-Vize-Generalsekretär Markus Blume (r.) und Ortsvorsitzender Jürgen Ascherl mit einem Glas Orangensaft beim CSU-Neujahrsempfang in Garching. Die rund 150 Gäste applaudieren Blume und den anderen Rednern, Florian Hahn und Landrat Christoph Göbel

CSU-Neujahrsempfang

Die Angst wird 2017 zu politischer Veränderung führen

Garching – In Zeiten, in denen die Bayern-SPD in der Sonntagsfrage kaum die Prozente eines guten Rotweins erreicht, kommt es eher selten vor, dass ein CSU-Politiker einen Sozialdemokraten beneidet.

Schon gar nicht, wenn er Markus Blume heißt, im Landtag sitzt, wahrlich keinen Mangel an Selbstbewusstsein verspürt und vor wenigen Tagen zum Vize-Generalsekretär der CSU befördert wurde.

Und doch klingt es durchaus neidvoll, wie sich Blume zu Beginn seiner Rede beim Neujahrsempfang der Garchinger CSU im Bürgerhaus an den dortigen Rathauschef Dietmar Gruchmann wendet – seines Zeichens ein Sozialdemokrat – und sagt: „Ich wäre hier auch gerne Bürgermeister.“ Schließlich sei Garching „einer der spannendsten Orte in Bayern in der jüngeren Geschichte“, erklärt der 41-Jährige. Vom Atomei über den Forschungscampus bis hin zum Zentrum für Digitalisierung – „Fortschritt und Zukunft finden immer in Garching statt“.

Kämpfen für unsere Werte

Nach diesen warmen Worten kommt Blume zum eigentlichen Thema seiner Rede, die den Titel „Renaissance der Ordnung in unsicheren Zeiten – Warum wir für unsere Werte kämpfen müssen“ trägt. „Nicht überall ist Veränderung so positiv gestaltet worden wie in Garching“, beginnt der CSU-Mann. So sei 2016 Veränderung oft zu Angst geworden. „Und 2017 wird das Jahr, in dem Angst zu politischer Veränderung wird.“ Bestes Beispiel sei die Wahl Donald Trumps, die Blume „ein Kind dieser Angst“ nennt.

Informativ und durchaus unterhaltsam, aber bei Weitem nicht so witzig und eloquent wie der Gastredner des Vorjahrs, Günther Oettinger, legt der Vize-General den 150 Besuchern danach drei Themen für 2017 ans Herz. Erstens, die Freiheit, die man freilich „mit Grenzen und Regeln versehen“ müsse – Stichwort Obergrenze für Flüchtlinge. Zweitens das Thema Gerechtigkeit – im Sinne von gleichen Chancen für alle, nicht aber bloßer Umverteilung. Und drittens gelte es, die demokratische Rechtsstaatlichkeit gegen „Feinde der Gesellschaft“ zu verteidigen – egal ob dies nun Islamisten oder „falsche Propheten“ seien, die „nur Interesse am Spalten“ haben und daher „keine Alternative für dieses Land sind“.

Landrat sagt: Uns geht‘s so gut wie nie

Neben Blume sprechen der Bundestagsabgeordnete Florian Hahn sowie Landrat Christoph Göbel, der einige „pathetische Worte“ findet, wie er hinterher selbst sagt. Bei all den dunklen Stunden 2016 dürfe man nicht vergessen, „dass es uns noch nie so gut gegangen ist“, betont Göbel. „Das gilt fürs ganze Land und besonders für den Landkreis München.“ Aus diesen Grund rät er den Garchingern: „Wir sollten mit Zuversicht ins neue Jahr gehen und uns nicht von der Angst leiten lassen.“

Fußgängerzone am Leben halten

Dem Gastgeber und Ortsvorsitzenden Jürgen Ascherl ist es schließlich vorbehalten, die Geschehnisse in Garching zu kommentieren: „Uns bewegt nach wie vor die Flüchtlingsproblematik. Da gibt es noch eine Menge Arbeit – auch an den Spätfolgen.“ Mit Blick auf die hitzige Debatte um eine Ditib-Moschee in Hochbrück verteidigt Ascherl die Linie seiner Partei. Beim Thema Lieferverkehr in der Fußgängerzone stellt er sich gegen die Grünen und an die Seite des SPD-Bürgermeisters: „Ohne Lieferverkehr geht’s nicht. Wenn Geschäfte nicht mehr beliefert werden können, ist die Fußgängerzone tot.“ Er sei zwar nicht immer einer Meinung mit dem Rathauschef – „aber hier unterstütze ich ihn“.

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