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Sammeln, sortieren und aufbereiten: In den Hallen von AR Recycling wird seit Jahren Müll verarbeitet. Jetzt heißt das Unternehmen RM Recycling – in den Hallen und auf dem Gelände ist der Firmenwechsel aber kaum zu bemerken. 

AR Recycling verkauft – Gründer klagt

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Die Firma AR Recycling hat ihren Standort Hochbrück verkauft – das teilen die neuen Besitzer mit. Michael Klotz jedoch, der das Unternehmen mit seinem Bruder aufgebaut hat, wehrt sich juristisch gegen die Übernahme.

Garching – Auf den ersten Blick hat sich kaum was verändert hier draußen auf dem Gelände der Recyclingfirma im äußersten Nordwesten des Hochbrücker Gewerbegebiets. Die Gebäude sind die Gleichen, die Mitarbeiter sind die bekannten, und am Eingangstor hängt ein Schild, das über die Öffnungszeiten von AR Recycling informiert.

Allein, diese Firma gibt es in Hochbrück nicht mehr. Vielmehr ist es die RM Recycling, die seit einigen Wochen hier Abfälle sammelt, sortiert und aufbereitet. Hinter diesem Unternehmen stehen die Geiger-Gruppe aus dem Allgäu und „Die Grünen Engel“ aus Nürnberg, die gemeinsam mit Thyssen-Alfa aus Gräfelfing „die Aktivitäten und den Standort Garching-Hochbrück der AR Recycling übernommen haben“ – so steht es in einer Pressemitteilung von „Die Grünen Engel“. Wobei Michael Klotz, dem laut eigenen Angaben fünfzig Prozent von AR Recycling gehören, diesen Verkauf anficht und sich auf dem Klageweg dagegen wehrt – doch dazu später.

Zunächst zu „Die Umweltmeister“: So heißt die Marke, unter der die neuen Besitzer die Recyclingfirma betreiben. Sämtliche Gebäude und Anlagen habe man von AR Recycling übernommen, heißt es in der Mitteilung – wie auch alle rund 150 Mitarbeiter. Nun wolle man am Standort „umfangreiche Investitionen“ tätigen, vor allem beim Brandschutz und bei der Arbeitssicherheit. Dazu muss man wissen: AR Recycling hat in den vergangenen Jahren wiederholt für negative Schlagzeilen gesorgt, weil dort Müllberge brannten; die Probleme beschäftigten auch das Landratsamt und die Stadt (wir berichteten).

In der Mitteilung von „Die Grünen Engel“ wird der neue Geschäftsführer Johannes Gritz mit den Worten zitiert: „Nachdem das Image der AR Recycling in der Vergangenheit gelitten hatte, ist es uns wichtig durch Zuverlässigkeit und Seriosität rasch ein Vertrauensverhältnis zu unseren Geschäftspartnern aufzubauen.“ Darüber hinaus ist die Rede davon, dass „AR Recycling seit mehreren Jahren mit schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen zu kämpfen“ hatte. Und weiter: „Über den Kaufpreis und vertragliche Details wurde von den Parteien Stillschweigen vereinbart.“

Allein Michael Klotz will nicht schweigen – zumal er bei den Übernahmegesprächen nicht zugegen war, wie er sagt. Dabei würden ihm fünfzig Prozent der AR-Recycling-Gruppe gehören; die andere Hälfte sei auf die Erbengemeinschaft seines 2015 verstorbenen Bruders Daniel Klotz übergegangen. Diese betreibe nun „einen brutalen Ausverkauf der Firma“, klagt Michael Klotz. „Da wird alles verscherbelt.“ Gegen den Verkauf des Standorts Hochbrück gehe er aktuell auf juristischem Wege vor: „Ich setze alles daran, dass das wieder rückgängig gemacht wird.“

Die neuen Besitzer wollen Klotz’ Aussagen nach Aussage eines Pressesprechers von Geiger nicht kommentieren. Nur so viel: „Die neuen Gesellschafter haben über einen gültigen und rechtskräftigen Notarvertrag die Assets von der AR Recycling GmbH gekauft.“ Und die Verhandlungen, die sich über Monate hinzogen, habe man man mit „den rechtlich legitimierten und zeichnungsberechtigten Vertretern der AR Recycling GmbH“ geführt.

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