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Da s ist der Anfang: Die Löschgruppe der Hochbrücker Feuerwehr im Jahr 1958: (v.l.) Kommandant Rudolf Schöppe, sein Stellvertreter Oskar Muschinski, Maschinist Walter Furchtsam, Andreas Werkheiser senior, Hans Peter Geis und Fritz Furchtsam.

Auf dem Traktor zum Löscheinsatz

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60 Jahre gibt es jetzt schon die Feuerwehr in Hochbrück. Am Anfang der Wehr stand ein brennendes Bienenhaus.

Hochbrück – An seinen ersten Einsatz erinnert sich Fritz Furchtsam gut, obgleich er sechs Jahrzehnte her ist. In einem Wohnlager an der Ingolstädter Landstraße habe eines Nachts ein Bienenhaus gebrannt. Also sei die damals frisch gegründete Freiwillige Feuerwehr Hochbrück ausgerückt. Jedoch, sagt Furchtsam: „Wir waren damals noch nicht so beweglich.“

Genau genommen hatte die Wehr seinerzeit eine Motorspritze Baujahr 1935 auf einem Anhänger, der meist per Hand an den Einsatzort gezogen wurde. In der erwähnten Nacht hätten seine Kollegen die Spritze aus der Garage geholt, während er zum Landwirt Kink geeilt sei, um dessen Traktor zu borgen, erzählt Fritz Furchtsam. All das dauerte seine Zeit, und als die Hochbrücker endlich am Bienenhaus ankamen, habe es nicht mehr viel zu löschen gegeben: „Die Flugplatz-Feuerwehr der Amerikaner hatte das mit ihrem Tanklöschfahrzeug schon längst erledigt.“

Diese Anekdote sollte man sich vor Augen führen, wenn man dieser Tage durch das schicke, neue Feuerwehrhaus in Hochbrück spaziert. Denn was anfangs noch ein Grüppchen Enthusiasten war, das nicht einmal über Schutzkleidung verfügte und auf kaum eine Handvoll Einsätze im Jahr kam, ist heute eine hochmoderne Feuerwehr mit über 100 Aktiven, die 2016 zu 462 Einsätzen ausgerückt sind.

Am Anfang dieser Erfolgsgeschichte steht vor allem ein Mann: Rudolf Schöppe. Er war in seiner Heimat Schlesien bei der Feuerwehr gewesen und erhielt 1956 von Bürgermeister Josef Amon den Auftrag, eine solche in Hochbrück aufzubauen. Dort hatten sich nach dem Krieg auf dem einstigen Lagergelände der Wehrmacht zahlreiche Flüchtlinge, frühere Kriegsgefangene und Wohnungslose niedergelassen – in „den Baracken“, wie sie genannt wurden. Diese waren aus Holz, geheizt wurde mit Feststofföfen, und so sei die Brandgefahr groß gewesen, schreibt Rudolf Naisar, später jahrelang Kommandant, in der Garchinger Stadtchronik.

Am 22. Januar 1957 lud Rudolf Schöppe 29 Mitstreiter zur Gründungsversammlung in die örtliche Gaststätte „Mau“. „Er war die treibende Kraft hinter der Sache“, erinnert sich Fritz Furchtsam, der neben Klaus-Peter Schöppe und Andreas Werkhauser senior zu den noch lebenden Mitgliedern der ersten Stunde zählt. Folgerichtig wurde Schöppe zum ersten Kommandanten der jüngsten Feuerwehr im Landkreis München bestimmt.

In den nächsten Jahrzehnten wuchsen nicht nur der Ortsteil Hochbrück und sein Gewerbegebiet, sondern auch die Feuerwehr: Für 6000 Mark wurde 1960 das erste Löschfahrzeug gekauft; 1962 stellte die Gemeinde die Baracke an der Kirchstraße als Gerätehaus zur Verfügung. Gut zwanzig Jahre später folgte der Umzug an die Voithstraße, 1994 trat in Simone Schöppe die erste Frau der Feuerwehr bei, und 2014 wurde das Gerätehaus umgebaut – zum „modernsten Gerätehaus im Landkreis“, wie Bürgermeister Dietmar Gruchmann stets betont.

Mindestens ebenso wichtig für Hochbrück war und ist die Feuerwehr als „gesellschaftlicher Faktor“, wie es Fritz Furchtsam nennt. Egal ob Brückenfest oder Maibaum: Ohne die Feuerwehr ist vieles im Ort kaum denkbar. Und kaum denkbar ist auch eine Feuerwehr ohne Furchtsams: So waren Fritz und sein Bruder Walter Furchtsam Gründungsmitglieder, deren Söhne Thomas und Christian Furchtsam stehen aktuell an der Spitze des Feuerwehrvereins, und sogar seine Enkel seien inzwischen dabei, sagt Fritz Furchtsam: „Es ist schön, dass diese Tradition fortgesetzt wird.“

Sommerfest

Zum 60. Geburtstag lädt die Feuerwehr Hochbrück am Samstag, 29. Juli, ab 15 Uhr im Gerätehaus in der Hohe-Brücken-Straße 29 ein. Dort gibt es Gegrilltes, Bier vom Fass und eine Bar; für Musik sorgt die Garchinger Blaskapelle.

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