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Feiern open Air: beim Festival auf dem Campus

Tausende feiern auf dem Campus in Garching

"Back to the Woods": Gute Laune und Tropendusche

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Garching – Tausende feiern am Samstag bei "Back to the Woods": mit guter Laune, 13 DJs, Tropendusche, Tiger und Bär.

An Samstagnachmittagen gleicht das Garchinger Forschungsgelände für gewöhnlich einer Geisterstadt – mal abgesehen von der gigantischen Galileo-Baugrube, wo die Bauarbeiter sogar am Wochenende arbeiten. Diesmal aber sind sie beileibe nicht allein auf dem Campus, und umso ungläubiger blicken die Männer immer wieder zum U-Bahn-Aufgang, wo die Rolltreppe unzählige Menschen ins Freie schiebt. 

Es sind vor allem Jugendliche, knapp bekleidet und gut gelaunt; die Sonnenbrille auf der Nase, ein Lächeln im Gesicht, und in der Hand meist eine oder mehrere Flaschen, die bald schon den kompletten Weg in Richtung Norden säumen. Für Pfandsammler wäre es eine Goldgrube. 

Doch sie sucht man vergebens inmitten des Partyvolks, das es am Samstag in den äußersten Nordosten des Campus’ zieht – zum „Back to the Woods“. Das Festival ist gewissermaßen die Schwester-Feier des „Schall im Schilf“ am Garchinger See; beide werden von der Agentur Kellerkind organisiert, die aus einer Abi-Feier am Garchinger Gymnasium entstanden ist. In der Regel sind die Tickets – diesmal sind es gut 5000 – binnen kürzester Zeit ausverkauft. Diesmal jedoch können Kurzentschlossene sogar noch am Mittag Karten erstehen. 

Lange Schlangen vor dem Eingang des festivals.

Denn: Das Musikfestival war eigentlich für vorige Woche geplant, musste dann aber auf Geheiß der Polizei wegen des Amoklaufs in München abgesagt werden. In der Folge wurde kurzfristig ein Ersatztermin auf die Beine gestellt, die Tickets konnten zurückgegeben werden, und es gab einen neuen Vorverkauf. „Am Ende sind sogar ein paar Karten übrig geblieben“, berichtet Gabriel Adorf, eines der Kellerkinder. Dennoch ist es schon am Nachmittag brechend voll auf den Wiesen am Rande der Isarauen – auch, weil sich das Wetter von seiner prächtigsten Sommerseite zeigt. 

Entsprechend gut frequentiert ist die Tropendusche auf dem Gelände, wo sich die Besucher im Wasserstaub erfrischen können. Die Anlage ist eines der vielen Details, die diese Veranstaltung zu einem besonderen Musikfestival machen. Das bestätigen nahezu alle Besucher. 

Tausende bei "Back to the Woods" in Garching: Die Bilder

Schon auf dem Weg zum Gelände begrüßen der kleine Bär und der kleine Tiger die Besucher. Das Janosch-Duo prangt auf einem Banner, das an einem der vielen Baustellenkräne hängt; darunter steht der Schriftzug „Willkommen in Panama“. Die Botschaft dahinter ist klar: Oh, wie schön ist Garching. So soll das Motto für diesen Tag lauten.

Star des Tages: die Djs.

Am Eingang angekommen werden aber erst mal Taschen und Leiber ausgiebig kontrolliert. Für die Wartenden stehen schachtelweise Kaubonbons bereit – und Oropax für die Ohren. Schließlich wird man hier rundum beschallt; 13 DJs legen bis in die Nacht auf den Bühnen „Im Unterholz“ und „Am Waldrand“ auf. Dazu gibt’s Lichtershows und diverse Essensstände – alles fleischfrei, vieles sogar vegan. Das Ganze erinnert ein wenig an ein Woodstock im Wald; Besucher breiten Decken aus, machen es sich bequem, plaudern und trinken, bis es wieder auf die Tanzfläche geht. „Aus unserer Sicht war es das beste Event bisher“, bilanziert Adorf tags darauf zufrieden. „Der Aufwand mit dem Ersatztermin hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Patrik Stäbler

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