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Im Schatten der Autobahnbrücke: Minister Dobrindt bei seiner Rede vor Gästen und Blasmusik.

Erster Spatenstich

Baubeginn: Achtspurig auf der A-99 bis Aschheim

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Garching - Bayerns größtes Straßenbauprojekt läuft. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat mit dem symbolischen ersten Spatenstich den achtspurigen Ausbau des Autobahnringes A 99 begonnen. Die Erweiterung vom Kreuz München-Nord bei Garching bis zur Ausfahrt Aschheim/Ismaning ist aber nur der erste Abschnitt einer Maßnahme, deren Gesamtvolumen bei rund einer Milliarde Euro liegen dürfte.

Auf dem 7,3 Kilometer langen Teilstück des Autobahnringes sollen für den achtspurigen Ausbau bis 2019 rund 153 Millionen Euro investiert werden. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt jubelte bei der Baufreigabe über „einen verkehrspolitischen Hattrick mit weniger Stau, weniger Lärm für die Anlieger und mehr Infrastruktur“. Er betonte, dass die Menschen im Münchner Norden geschützt würden durch neue Lärmschutzwälle sowie die Verwendung von Flüsterasphalt.

Weiterer Ausbau bis zum Kreuz Süd

Zum Start des ersten Bauabschnittes dachte Dobrindt schon einen Schritt weiter und forderte, dass 2019 direkt weiter gebaut werde mit dem Ziel, die acht Fahrspuren möglichst schnell durchgängig zu realisieren vom Autobahnkreuz Nord an der Allianzarena bis zum südlichen Autobahnkreuz bei Brunnthal. „Sobald die Planreife da ist, wird der Bund die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen“, war Dobrindts Botschaft an die Behörden, die für den weiteren A 99-Ausbau an Aschheim, Kirchheim, Haar und Grasbrunn vorbei ein weiteres Planfeststellungsverfahren bereits auf den Weg bringen können. Wolfgang Wüst, Präsident der Autobahndirektion Südbayern, ist noch immer etwas überrascht, wie glatt das Verfahren für den ersten Bauabschnitt lief: „Baurecht zu schaffen, ohne eine einzige Klage erdulden zu müssen, ist heute ja schon eine Seltenheit.“

Trotz Baustelle drei Spuren frei

Bei der kleinen Feier im Brückenschatten unterhalb des Autobahnkreuzes erklärte Staatssekretär Gerhard Eck aus dem Innenministerium, dass für die gesamte Bauzeit jeweils drei Fahrstreifen in beiden Richtungen erhalten werden sollen. „Auch wenn dadurch die Bauphasen nicht ganz logisch erscheinen mögen.“ Der Erhalt der Spuren sei wichtig, um die Staugefahr auf der Autobahn und den Verkehr in den umliegenden Kommunen nicht zu steigern. 

Bürgermeister fordern Südring

Dobrindt kündigte an, dass seine Behörde den Ausbau des Münchner Autobahnringes auch über die drei Bauabschnitte vom Kreuz Nord bis Brunnthal weiter unterstützen werde. Vor den Augen zahlreicher Kommunalpolitiker aus dem Landkreis München sagte er aber kein Wort über einen eventuellen Autobahnring, der südlich von München eine neue Autobahn erforderlich machen würde. Die Bürgermeister aus dem nördlichen und östlichen Landkreis werden sich nicht alleine mit der nun begonnenen Großbaustelle an der A 99 zufrieden geben und gebetsmühlenartig weiter einen Ringschluss um München fordern mit einer ihrer Ansicht nach gerechteren Verteilung des Verkehrs.


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