Die Vier auf der Schaufel:  Über den Baubeginn für den Garchinger Bürgerpark freuen sich (v.l.) Garchings Bürgermeister Dietmar Gruchmann, Landschaftsarchitektin Ulrike Tuchnitz, Bauhof-Mitarbeiter Bernhard Pintaric und Garchings Umweltreferent Christoph Marquart.

Baubeginn für den Garchinger Ortspark

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Garching - Das augenfälligste Zeichen, dass es nun endlich losgeht mit dem Garchinger Bürgerpark, hat 232 PS hinter der Schaufel und wiegt fast 20 Tonnen: Einen solchen XXL-Radlader hat die Stadt angemietet, um damit in den nächsten 14 Tagen den Boden für die zwei Hauptwege abzutragen.

 Der Nördliche von beiden, der nächstes Jahr noch eine Asphaltschicht bekommt, schwingt sich bogenförmig vom Hüterweg, unweit des Kinderhauses Regenbogenvilla, nach Nordosten zum Wiesäckerbach. Der zweite Weg ist schmäler, wird nicht asphaltiert und verläuft parallel dazu etwas weiter südlich. Zwischen diesen Hauptachsen im geplanten Bürgerpark sollen nach und nach Angebote für Jung und Alt entstehen – vom Spielplatz bis zum Rodelhügel, vom Bürgergarten bis zur Skaterbowl. 

Bis all das steht, wird es noch einige Jahre dauern, das hat Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) im Stadtrat stets gesagt. Dennoch gibt sich der Rathauschef hier auf der grünen Wiese betont erfreut, dass die Arbeiten nun endlich beginnen. „Wir sind froh, dass es an die konkrete Umsetzung dieses visionären Projektes geht“, sagt Gruchmann, bevor er fürs Foto in die Schaufel des Radladers klettert. „Uns war es wichtig, dass es dieses Jahr losgeht.“ 

Wenn alles glatt läuft, können die Garchinger schon bei ihrem Weihnachtsspaziergang auf einem der zwei Wege durch den künftigen Park flanieren. Im Frühjahr wird es dann weitergehen: Am westlichen Ende soll ein vier Meter hoher Eingangshügel entstehen; dazu kommen Bänke und eine Infoplattform. Überdies ist ein erster Sandkasten mit Spielgeräten geplant, Anfang Mai steht eine Baum-Pflanzaktion mit Bürgern an, und dann will sich die Stadt auch noch an die sogenannte Multifunktionsfläche machen. Dahinter verbirgt sich eine Wiese mit Schotterrasenrand, sodass dort prinzipiell ein Festzelt aufgestellt werden könnte. Ob dies bereits zur Bürgerwoche 2017 passiert, werde der Stadtrat im nächsten Monat entscheiden, kündigt Gruchmann an. Er selbst ist für ein solches Festzelt: „Mit dem entsprechenden Programm glaube ich, dass man das an vier Tagen voll bekommt.“ 

Für den Bürgerpark sind im laufenden Haushalt 230 000 Euro eingeplant – genug für die nun anstehenden Arbeiten. Bis zur Fertigstellung jedoch dürften noch mal rund vier Millionen Euro fällig werden, und genau daran knüpft die Kritik an dem Projekt an . So haben mehrere Stadträte bemängelt, dass man sich mit der nun beschlossenen Entwurfsplanung keinen Spielraum lasse – ein Argument, dem Gruchmann auch an diesem Tag widerspricht: „Wir haben hier ein Konzept, das immer noch variabel ist“, betont der Rathauschef. „Alle Bürger sind jetzt aufgefordert, sich einzubringen. Wir sind offen für Vorschläge.“

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