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Einsatzleiter David Ward kurz nach der Bedrohung.

Autofahrer dreht durch

Feuerwehrmann sperrt Straße ab, dann rast ein Audi-Fahrer mit Vollgas auf ihn zu

Der Einsatzleiter der Hochbrücker Feuerwehr, David Ward, wurde von einem Audi-Fahrer bei einem Einsatz bedroht und beschimpft. Dann tickte der Mann völlig aus.

Garching– Weil aus einem fahrenden Lkw rund 200 Liter Diesel ausgelaufen waren, hatte die Feuerwehr von 7.55 bis 11.45 Uhr im Gewerbegebiet Hochbrück am Kreisverkehr Dieselstraße/ Parkring in der Nähe des Business-Campus die Garchinger Nordumfahrung gesperrt. Der Einsatzleiter der Hochbrücker Feuerwehr, David Ward, stellte sein Führungsfahrzeug am Beginn der Umgehung ab.

Audi-Fahrer rast an stehender Kolonne vorbei

Mehrere Fahrzeuge hielten an, meldet die Feuerwehr. Nicht so der Fahrer eines Audi, der links an der wartenden Kolonne vorbeifuhr. Ward zeigte ihm durch Armbewegungen die Sperre an. Daraufhin gab der Audifahrer plötzlich Vollgas raste auf den Einsatzleiter zu, und blieb erst unmittelbar vor ihm stehen. Laut Ward fehlte noch ein knapper halber Meter, dann hätte der Fahrer mit Pfaffenhofener Kennzeichen den ehrenamtlichen Helfer erfasst. 

Lesen Sie auch: Weil ein Autofahrer im Landkreis Dachau keine Lust hatte, die vorbeiziehende Fronleichnamsprozession abzuwarten, fuhr er einfach einen Feuerwehrmann an. Der sollte den Verkehr absichern.

Mit Prügel gedroht

Es entspann sich ein lauter Disput, berichtet die Feuerwehr: „Der Audifahrer lehnte sich weit aus dem Fenster und bestand darauf, durchfahren zu wollen“, berichtet Ward, „er drohte mir mit der Faust und entsprechender Armbewegung quasi auch noch Schläge an.“ Als all das erfolglos blieb, setzte der etwa 40 Jahre alte Fahrer, der in Begleitung einer Frau war, mit Vollgas zurück und verschwand. Das Kennzeichen wurde von der Feuerwehr notiert. Es werden rechtliche Schritte erwogen.

Ein ähnlicher Fall hat sich in Hohenschäftlarn ereignet: Dort bremste ein BMW-Fahrer einen Feuerwehrmann im Einsatz aus - und beschimpfte ihn übel, berichtet Merkur.de*.

Nicht der einzige Fall an diesem Vormittag

Im Verlauf des Einsatzes wiederholte sich die Szene: Ein Mercedes-Fahrer fuhr an der Absperrung vorbei auf der Gegenfahrbahn in den gesperrten Bereich, in dem eine Privatfirma die Fahrbahn säuberte. 

„So etwas erleben wir immer wieder“, sagt Ward, ihm selbst habe noch niemand bedroht, Kameraden hätten ihm aber schon von ähnlichen Vorfällen berichtet. „Vielleicht war der Mann noch nicht ausgeschlafen“, sagt Ward, inzwischen wieder zum Scherzen aufgelegt, „manche Autofahrer sehen rot, wenn sie eine Fahrt nicht wie geplant durchführen können.“

„Er hätte nicht sterben müssen“: Bei einem schweren Unfall nahe Bayreuth ist ein 60-jähriger Mann ums Leben gekommen. Nun hat die Polizei eine tragische Vermutung.

Lesen Sie auch zum Thema: Freiwillige Feuerwehren im Landkreis München am Limit: Sind die Brandretter noch einsatzfähig?

99 Fehlalarme in einem Jahr: Darüber ärgert sich die Freisinger Feuerwehr, berichtet Merkur.de*. Stadtbrandinspektor Anton Frankl appelliert an die Vernunft der Bürger.

mm/ icb

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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