Bürgerhaus Garching bekommtkein neues Foyer

Das Bürgerhaus in Garching wird zwar saniert. Aber das Foyer wird nicht neu gestaltet. Eine Erweiterung ist vom Tisch.

Garching – Das Bürgerhaus in Garching wird im Zuge seiner Sanierung kein neues, erweitertes Foyer bekommen. Das hat der Stadtrat mit großer Mehrheit beschlossen; allein Josef Euringer (BfG) votierte dagegen. Überdies sprach sich das Gremium dafür aus, die jetzige Pächterwohnung der Gaststätte im ersten Stock so umzubauen, dass sie künftig als Büro der Bücherei genutzt werden kann. Im Gegenzug soll die Hausmeisterwohnung im Bürgerhaus erhalten bleiben. Den Beschluss hierfür traf der Stadtrat einstimmig.

„Wir haben das in unserer Klausur ausführlich vorbesprochen“, erinnerte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) an das Treffen der Stadträte vor wenigen Wochen, bei dem es um die rund neun Millionen Euro teure Sanierung des 1979 erbauten Bürgerhauses gegangen war. „Der Tenor war dort, dass es wirtschaftlicher ist, die Pächterwohnung umzubauen und die Hausmeisterwohnung im Bestand zu lassen.“ Demnach müsse man das Treppenhaus der Pächterwohnung ohnehin aus Brandschutzgründen umbauen; zudem ermögliche die nun gefundene Lösung einen direkten Zugang vom Bibliotheksbüro zur Stadtbücherei.

Auf Nachfrage von Ingrid Wundrak (Grüne) erläuterte der Bürgermeister, dass dieser Beschluss keine Auswirkungen auf eine etwaige Neuverpachtung der seit gut einem Jahr leer stehenden Gaststätte im Bürgerhaus habe. Theoretisch gebe es die Möglichkeit, dass ein künftiger Pächter die jetzige Hausmeisterwohnung beziehe, „die nicht mehr dem Hausmeister zugeteilt werden soll“, sagte Gruchmann. Eine Entscheidung, wie es mit der Gaststätte weitergehe, werde der Stadtrat aber erst treffen,wenn er einen Überblick über die Bewerber erhalten habe. Die Nachfrage von Walter Kratzl (Grüne), ob in der Kegelbahn des Bürgerhauses Sanierungsarbeiten geplant seien, verneinte der Rathauschef und fügte mit Blick auf die nahende Haushaltsdebatte hinzu: „Wenn Sie im Haushalt noch 100 000 Euro entdecken, dann machen wir’s.“

Zum Thema Foyererweiterung sagte Gruchmann: „Da hätten wir jetzt 150 000 Euro für den zukünftigen Anbau vorinvestieren müssen.“ Dies lehnte der Stadtrat jedoch einmütig ab. „Jetzt wollen wir erst mal das Dach dichtmachen, die Fensterscheiben austauschen, eine gescheite Lüftung reinbauen, neue Böden reinlegen, eine neue Beleuchtung und einen neuen Lesegarten – und dann sind die neun Millionen Euro auch schon verbraucht“, sagte der Bürgermeister. Nach den Plänen der Stadtverwaltung sollen die Bauarbeiten im April oder Mai mit der Dachsanierung beginnen.  ps

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