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Das Garchinger Bürgerhaus.

Schon 9,3 Millionen

Bürgerhaus-Sanierung wird noch teurer

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Die Kosten für die Sanierung des Garchinger Bürgerhauses steigen und steigen.

Garching – Im Mai 2015 hatte der Stadtrat das Projekt noch mit einem Budget von 4,4 Millionen Euro freigegeben. Je länger sich die Planer danach mit Renovierung und Umbau des 1979 eröffneten Gebäudes beschäftigten, desto höher kletterte die Kostenschätzung – zuletzt auf 8,9 Millionen Euro. Nun steht fest, dass auch das nicht reicht: Laut eines neuen Entwurfs, den der Stadtrat einstimmig abgesegnet hat, wird die Sanierung geschätzte 9,3 Millionen Euro kosten.

Weniger kostet plötzlich mehr

„Jetzt haben wir noch mal etwas umgeplant“, eröffnete Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) die Debatte im Bauausschuss. „Aber auch, wenn wir etwas weglassen, wird’s ein bisschen teurer.“ So hatte der Ausschuss im Februar entschieden, auf die baulichen Voraussetzungen für eine spätere Foyererweiterung zu verzichten, wodurch man 150 000 Euro einspare, sagte Gruchmann seinerzeit. Dass die Kostenschätzung nun dennoch höher als zuletzt liegt, geht vor allem auf die Entscheidung des Bauausschusses zurück, die Hausmeisterwohnung doch unangetastet zu lassen und stattdessen die Pächterwohnung über der Gaststätte umzubauen. Hier sollen die Verwaltung der Bücherei sowie ein Sozialraum für alle Mitarbeiter des Hauses entstehen. Ebenfalls rund 100 000 Euro teurer als zunächst geschätzt werden Abriss und Wiederaufbau des Lesegartens. Und dann werden im Zuge der Umplanung auch noch zusätzliche Honorarkosten von rund 100 000 Euro für die Planer fällig.

Barrierefreiheit für Pächterwohnung

Ein zentraler Punkt beim Umbau der Pächterwohnung sei die Barrierefreiheit, erläuterte Architekt Christoph Hilligloh im Bauausschuss. Demnach ist im Bereich der Gaststätte ein neues Treppenhaus samt Lift geplant, mit dem Besucher sowohl die Behindertentoilette im Untergeschoss erreichen als auch das Büchereibüro im ersten Stock, samt Zugang zu Lesegarten und Bibliothek. Darüber hinaus werde im Keller der „vom Schützenverein geforderte Umkleideraum für Damen“ eingebaut, so Gruchmann.

Aktuell wird das Dach saniert

Die Sanierung ist bereits in vollem Gange, unter anderem wird aktuell das Dach renoviert. Von Januar bis Mai 2018 werden sich die Arbeiten dann auf nicht-öffentliche Bereiche beschränken, sodass das Bürgerhaus für Veranstaltungen zur Verfügung steht. Danach bleiben die Türen wieder zu, wenn es ab Mai an die Sanierung von Saal, Foyer und Clubräumen sowie Abriss und Wiederaufbau des Wintergartens geht. Mitte Februar 2019 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Und sowohl beim Zeitplan als auch bei der nun vorgestellten Kostenschätzung gehe die Stadtverwaltung davon aus, dass es keine Verzögerung beziehungsweise Mehrkosten mehr gebe, teilt ein Rathaussprecher mit.

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