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Pflanzaktion im Bürgerpark im Mai 2017: Das zumindest ist schon erledigt. 

Viele Attraktionen kommen erst 2018

Bürgerpark Garching: Geduld gefragt

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Spazierengehen geht, viel mehr nicht: Im Bürgerpark Garching ist noch viel zu tun. Wünsche und Ideen gibt‘s viele, nun liegt‘s am Stadtrat.

Garching – Der Rodelhügel ist aufgeschüttet, die ersten Bäume sind gepflanzt, die Spielwiese ist angesät, und entlang der späteren Wege wurde der Boden abgetragen. Dennoch: Im Garchinger Bürgerpark zwischen Hüterweg und Wiesäckerbach können die Besucher bislang Spazierengehen, sonst aber wenig unternehmen. Noch.

Denn das soll sich nächstes Jahr ändern. Unter anderem hoffen die Planer, 2018 einen Abenteuerspielplatz auf dem Gelände zu errichten. Des Weiteren soll der Hauptweg angelegt werden, der sich unweit des AWO-Kinderhauses vom Hüterweg in Form eines Bogens nach Nordosten bis zur Brücke über den Wiesäckerbach zieht. Und östlich des Geothermie-Geländes ist eine sogenannte Multifunktionswiese geplant, auf der – sofern der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung zustimmt – künftig der Festzeltbetrieb während der Bürgerwoche stattfinden soll.

So weit der Plan – mit einem großen Aber. Denn noch ist ungewiss, ob der Stadtrat im Haushalt genug Geld zur Verfügung stellen wird. Wie viel die einzelnen Projekte kosten, hat Ulrike Tuchnitz vom Planungsbüro Adler & Olesch im Bauausschuss des Stadtrats vorgestellt. Demnach muss man für den Abenteuerspielplatz mit 290 000 Euro rechnen, die Multifunktionswiese kostet 80 000 Euro (plus 90 000 Euro für Wasser- und Stromversorgung), der Hauptweg mit Stauden und Bänken 450 000 Euro.

Insgesamt rechnen die Planer mit Kosten von 3,4 Millionen Euro, bis der Bürgerpark irgendwann fertig sein wird – schließlich stehen „2019 oder später“ noch so kostspielige Projekte an wie der Bau eines Aktionsplatzes mit Skaterbowl, Fußball- und Basketballplatz (720 000 Euro) sowie ein zweiter Hauptweg (215 000 Euro). Allerdings handle es sich bei der Gesamtsumme um „theoretische Kosten“, die sich „noch relativieren werden“, meinte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD). Als Beispiel verwies er auf den Rodelhügel: Für ihn habe man 217 000 Euro veranschlagt, tatsächlich hätten die Kosten bei rund 27 000 Euro gelegen – dank des städtischen Bauhofs. Prinzipiell sei geplant, so Gruchmann, „dass wir zirka 300 000 Euro pro Jahr für den Bürgerpark einsetzen“.

Ingrid Wundrak (Grüne) kritisierte, dass die Planung „so viel Sichtbeton, Beton und Stein“ im Park vorsehe. „Braucht’s das wirklich? Der wird doch nicht mehr befahren als der Englische Garten.“ Tuchnitz entgegnete, dass man den Hauptweg durch den Park bereits auf eine Breite von vier Metern reduziert habe. „Weniger geht nicht, weil wir da auch Fahrradverkehr haben wollen.“ Überdies sollen entlang dieses Weges zahlreiche Sitzmöglichkeiten errichtet werden – unter anderem auf Betonblöcken.

Ulrike Haerendel (SPD) lobte das „wirklich einfallsreiche Konzept“, regte aber an, die Garchinger Bürger bei der Gestaltung des Parks stärker einzubeziehen. In diesem Punkt verwies Tuchnitz auf den geplanten Bürgergarten, der 2019 angelegt werden soll. Hier könne er sich Hochbeete vorstellen, sagte der Bürgermeister, um deren Pflege sich die Bürger kümmern. Am Ende der fast einstündigen Diskussion empfahl der Bauausschuss dem Stadtrat einstimmig, der Kostenrechnung zuzustimmen.

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