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Schönes Projekt, aber für Garching derzeit zu teuer

Bürgerpark mit fünf Bögen

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Garching – Die Pläne sind schön: ein Bürgerpark mit fünf Zonen und etwas für jeden Geschmack. Wenn er nur nicht so teuer wäre.

Die Pläne für einen Bürgerpark östlich der Garchinger Ortsmitte nehmen langsam Gestalt an. Nun hat der Stadtrat einen Vorentwurf in seinen Grundzügen gebilligt. Dieser stammt vom Büro Adler & Olesch Landschaftsarchitekten und sieht eine bogenförmige Anordnung der einzelnen Parkbereiche vor. Als Hauptachse und Orientierungslinie dient dabei der geschwungene Weg vom Hüterweg zum Wiesäckerbach, der in den Park mit einbezogen werden soll. 

Geplant ist die Anordnung von fünf verschiedene Parkbereich jeweils in Form eines Bogens von Südwesten nach Nordosten. Im Anschluss an die Wohnbebauung sieht der Plan rund um den Zoo Lörk einen „Anwohnerpark“ mit dichten Bäumen vor. Im zweiten, „Ortsrand“ genannten Bogen wird der Baumbestand lockerer, ehe die sogenannte „Weite“ folgt, wo unter anderem eine große Spielwiese vorgesehen ist. Der vierte Bogen steht unter dem Motto „Aktion“: Hier sollen Spielangebote für alle Generationen entstehen – vom Bolzplatz bis zur Boule-Bahn. Der fünfte Bogen heißt schließlich „Wiese und Aue“. In diesem Bereich hat die Agenda 21 unlängst elf Bäume gepflanzt; hier soll sich der Bürgerpark zum Wiesäckerbach hin öffnen, der in diesem Bereich aufgeweitet werden könnte. 

Das Bögen-Konzept fand im Stadtrat großen Anklang. „Das ist ein guter Plan, nach dem wir vorgehen können“, lobte SPD-Fraktionschef Joachim Krause. Auch Albert Biersack zeigte sich angetan; der CSU-Stadtrat gab jedoch zu bedenken, dass jenseits des Bachs drei Felder lägen, deren Anfahrt für die Landwirte gesichert bleiben müsse. 

Derweil sagte Alfons Kraft (BfG): „Ich bin froh, dass wir jetzt einen Vorentwurf haben, sodass eventuell Haushaltsmittel eingestellt werden können.“ Damit zielt der Zweite Bürgermeister genau auf das Problem des Projekts. Schließlich ist angesichts der angespannten Haushaltslage kaum zu erwarten, dass die Stadt alsbald viel Geld für einen Park wird ausgeben können. 

Daher wies Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) erneut darauf hin, dass dies eher ein langfristiges Projekt sei, dass man peu à peu entwickeln wolle – und unter Mithilfe der Garchinger Bürger. In einem nächsten Schritt will die Stadt nun klären, wie sich das EWG-Gelände, das mitten im geplanten Park liegt, in das Projekt integrieren lässt, sagte Umweltreferent Christoph Marquart. „Wir haben die Aussage, dass der Zaun dort eventuell wegkommen kann. Jetzt müssen wir abklären, ob wir die Asphaltfläche mitnutzen können.“

ps

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