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Abgeschnitten. Der Baum in Hochbrück bleibt jetzt ohne Beleuchtung. 

Vandalismus

Christbaum-Hasser kappt Stromleitungen

Garchin - War es Weihnachtshass? Oder gar Hass auf Hochbrück? Nachdem ein Unbekannter dort schon zum zweiten Mal mehrere Lichterketten am städtischen Christbaum zerschnitten hat, bleibt dessen Beleuchtung nun zu Weihnachten dunkel.

Die Gefühle, die viele der rund 2200 Bewohner des Stadtteils Hochbrück dem Hauptort Garching entgegenbringen, erinnern an die Beziehung einer jungen Frau zu ihrer Schwiegermutter: Zwar gehört man der gleichen Familie an, aber allzu groß sollte die Nähe lieber nicht sein. Zumal die Hochbrücker stets mit Argusaugen darüber wachen, im Vergleich zum Hauptort ja nicht benachteiligt zu werden.

Aus Sicherheitsgründen: Lichter bleiben aus

Insofern mutet es erst mal konfliktträchtig an, wenn die Stadtverwaltung jetzt verkündet, dass der Christbaum in Hochbrück – im Gegensatz zu seinem Garchinger Pendant – seit Dienstag nicht mehr beleuchtet ist und es auch an Weihnachten nicht sein wird. Verantwortlich hierfür ist aber nicht die traditionelle Rivalität zwischen Teil- und Hauptort, sondern handfester Vandalismus. So hat ein Unbekannter nun schon zum zweiten Mal mehrere Lichterketten des Christbaums zerschnitten. „Man kann also davon ausgehen, dass es auch noch ein drittes Mal geschieht“, sagt Felix Brümmer, Pressesprecher bei der Stadt. Von daher habe man aufgrund der Kosten, vor allem aber wegen des Gefahrenpotenzials entschieden, auf eine erneute Reparatur zu verzichten, so Brümmer. „Wenn gerade im unteren Bereich des Baums offene Stromleitungen herumliegen, dann ist das zu gefährlich.“

Mutwillig zerschnitten

Erstmals war einer Anwohnerin Anfang Dezember aufgefallen, dass der Christbaum, der vor dem Haus der Vereine steht, nicht mehr in seiner vollen Pracht leuchtete. Vor Ort entdeckten städtische Mitarbeiter, dass jemand zwei der Lichterketten durchtrennt hatte. „Es ist in den letzten Jahren schon mal vorgekommen, dass ein Kabel rausgezogen oder eine Lampe rausgedreht oder rausgeschlagen wurde“, sagt Brümmer. „Aber dass Lichterketten mutwillig zerschnitten werden, das ist neu.“

Täter schlägt mehrmals zu

Mehr noch: Nachdem die Stadt die Beleuchtung ausgetauscht hatte, schlug der Unbekannte erneut zu: Am vergangenen Dienstag rief abermals eine Nachbarin im Rathaus an; diesmal waren vier Lichterketten des Christbaums durchschnitten.

In der Folge habe man entschieden, die Beleuchtung komplett vom Netz zu nehmen, sagt Felix Brümmer. „Die Sicherheit geht in diesem Fall vor.“

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