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Bunt und stimmungsvoll präsentiert sich das Theaterzelt nach Einbruch der Dunkelheit dank mehrfarbiger Außenbeleuchtung.

Nur ein bisschen frisch war‘s

Diskofieber unterm Planendach: So schön startete Garchings Theaterzelt

Das Garchinger Theaterzelt hat am Samstag erstmals seine Pforten geöffnet – für die Besucher des Musicals „Saturday Night Fever“.

Garching Das Zelt befindet sich im Bürgerpark am Ende des Hüterweges. „Ein großer Minuspunkt ist natürlich die Lage und dafür sollen die Gäste angemessen entschädigt werden“, sagt der Garchinger Kulturreferent Wolfgang Windisch. Fünf Shuttlebusse pendeln daher zwischen Maibaumplatz und Theaterzelt.

Eine Gruppe von fünf Frauen nutzt dieses Angebot. „Das sieht ja wie ein Zirkuszelt aus“, ruft eine von ihnen schon im Bus begeistert. Außen ist die Zeltplane bunt beleuchtet, innen mit rotem, samtigen Stoff verkleidet. Im Vorzelt tummeln sich bereits die Gäste des ausverkauften Musicals. Als Windisch einen großen Gong schlägt, begibt sich die Menge vom Foyer in das große Hauptzelt. Der Innenraum ist dem Bürgerhaus exakt nachempfunden, nur die Bühne ist etwas größer und höher.

Volle Reihen: Die Premierenveranstaltung für das Zelt war ausverkauft.

Für das Ensemble des „Saturday Night Fever“ sicherlich von Vorteil, da die Tanzchoreografien und das aufwendige Bühnenbild mit beweglichen Teilen viel Platz einnehmen. So können sie das New York der 70er-Jahre problemlos nach Garching bringen.

Die Musical-Truppe dachte erst, es gehe in ein Bierzelt

Als die Sänger und Regisseure erfuhren, dass ihre Auftritte in einem Zelt und nicht im Bürgerhaus stattfinden werden, musste Windisch aber erst seine Überredungskünste unter Beweis stellen. „Das Gegenüber stellt sich oft erst ein Bierzelt mit ungemütlichen Holzbänken vor“, erklärt er. Mit einem Bierzelt hat dieses Theaterzelt jedoch nichts zu tun. Nicht nur der Zuschauerbereich ist größer als im Bürgerhaus, auch backstage, hinter der Bühne, ist mehr Platz. „Saturday Night Fever“ und die kommenden Veranstaltungen verlieren also keineswegs an Reiz oder Gemütlichkeit.

Überredet: Die Musical-Truppe stand dem Zelt anfangs skeptisch gegenüber.

Nur ein Versprechen hat Windisch noch nicht vollständig halten können, nämlich, dass im Zelt keiner frieren muss. In der ersten Hälfte des Stückes wird es zunächst immer kühler, dann springt die Lüftung brummend an – und einige Besucher ziehen lieber ihre Jacken an. Die Beheizung des Theaterzeltes braucht somit noch etwas Übung, aber die Besucher sehen über diese kleinen Fauxpas hinweg und vergessen während der Aufführung alles um sich herum – manche sogar, dass sie in einem Zelt sitzen. 

Sabrina Graf

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