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Pointiert und immer mit einem guten Stück Humor ni mmt das Garchinger Doppelpack „Gabi und Bärbl“ den Alltag, insbesondere in der Stadt Garching, aufs Korn. Unterstützung kommt von örtlichen Theater-Schauspielern. In diesem Sketch über das Medium Buch, in dem Bärbl Köppl zusammen spielt mit Manfred Eichleiter.

Das „Doppelpack“ mischt doppelt auf

„Gabi und Bärbl“ - das Garchinger Doppelpack, ist Garant für einen kritisch-humorvollen Blick auf die Ereignisse in der Stadt Garching.

Garching – Nach einem Jahr schöpferischer Pause sind die Garchinger Dorfratschen gesprächig wie eh und je. Sehr zur Freude der Besucher, die die beiden Ratschen offensichtlich vermisst haben: Die vier Vorstellungen von „Gabi und Bärbl“ im Beethoven-Saal der Musikschule waren jedenfalls binnen kürzester Zeit ausverkauft.

Nach dem gewohnten Schema boten die beiden Garchingerinnen Gabi Cygan und Bärbl Köppl ihrem Fankreis eine Mischung verschiedener Sketche. Und als Höhepunkt jene, die sich mit Garchinger Themen befassen. Verstärkung gab’s durch die Garchinger Theaterlegenden Kathrin Klages-Neugeborn, Manfred Eichleiter und Martina Rieger.

Die Garchinger spielten Sketche aus dem Alltag, vom Kampf gegen den Leergutautomaten bis hin zum Kunden im Telefongeschäft, der so gerne ein Festnetztelefon mit Schnur hätte. Die Gäste aber warteten gespannt auf den traditionellen Programmpunkt der Garderobenfrauen, wenn das Doppelpack „Gabi und Bärbl“ mit den drei Mitspielern das Garchinger Stadtgeschehen diskutiert. Dabei wurde vieles überspitzt, etwa Überlegungen der Stadträte, die beiden eigenständigen Feuerwehren in Garching und Hochbrück zusammenzulegen.

Überhaupt liefert der seit vielen Jahren heftig streitende Stadtrat genug Stoff für lokale Themen. Diesmal war das besonders der vierte Brunnen, für den das Duo gleich ein ganzes Lied entworfen hat. Nach dem Schwannenbrunnen am Helmut-Karl-Platz, dem Kugelbrunnen am Bürgerplatz und dem ironisch als „Bürgermeisterbrunnen“ titulierten Wasserspiel am Rathausplatz wünschten sich Garchings frechste Damen nun einen Brunnen mit großem Becken: „Dort kanntn de Stadträt‘ ihr Hirn abkühlen und wieder regier’n statt im Dreck zu wühlen.“

Auch Thema: Der Missmut über die Verlegung des Wochenmarktes auf den Maibaumplatz, die den Steuerzahler Geld kostet für die Anschlüsse der Stände. Gabi Cygan ärgerte sich, dass der Markt ins Leben gerufen wurde für die Belebung der Fußgängerzone. Nun würde dieser aber des Kommerzes wegen an die Hauptstraße verlegt. „Die Steuergelder zahlen aber die lokalen Geschäfte, in denen es auch alles gibt, was es auf dem Wochenmarkt gibt“, sagte sie.

Ein wunderbarer Abend, allein von einheimischen Künstlern getragen. Dazu passte, dass die Umbaupausen zwischen den verschiedenen Sketchen und Einlagen überbrückt wurden durch ein Bläserensemble unter der Leitung des Musikschulleiters Norbert Kutta. Dem verpasste Bärbl Köppl vor allem aufgrund der Klavier-Begleitung des Brunnenliedes einen Ritterschlag: „Er richtet sich immer spontan nach unserem Gesang.“  nb

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