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Düstere Ecken: Hier fühlen sich die Garchinger unsicher

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Von: Sabina Brosch

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Lampen, aber kein Licht: Am Brunnen vor dem Rathaus standen die Spaziergangsteilnehmer im Dunkeln.
Lampen, aber kein Licht: Am Brunnen vor dem Rathaus standen die Spaziergangsteilnehmer im Dunkeln. © Sabina Brosch

Wo fühlen sich die Garchinger unwohl, ja vielleicht sogar unsicher? Das wollte die JU bei einem Spaziergang herausfinden. Wir haben sie begleitet.

Garching – In Garching gehen zu viele Lampen und Laternen nicht. Das brachte der Spaziergang der Jungen Union (JU) unter dem Motto „Sicherer Heimweg“ ans Licht. Es geht dabei nicht nur um die Verkehrssicherheit, sondern auch um das persönliche Sicherheitsgefühl.

Vor allem an der Rotunde entlang hinter dem Rathaus hinüber zum Neubau des VHS-Gebäudes ist es richtig finster. Keine einzige der Kugellampen auf dem grünen Rondell leuchtet, auch um die Ein- und Ausfahrt rund um die Tiefgarage ist es dunkel. „Da geht man als Frau nicht gerne durch“, stellte die Vorsitzende der JU Garching, Julia Beermann, fest. Es sei ein seit Wochen anhaltender Zustand, „wo dringend etwas getan werden muss“. Auch entlang der Straße brennt keine einzige Straßenlaterne, auch das kann so für Beermann nicht ein Dauerzustand sein. Sie hat zu der Aktion „Sicherer Heimweg“ die Bürger aufgerufen, Örtlichkeiten zu benennen, an denen sie sich nicht wohl oder unsicher fühlen – „und das kann ich hier nur bestätigen“, sagte Beermann an der Rotunde.

Bei Tageslicht sind die Unebenheiten im Asphalt zu sehen – nachts nicht. Die Leuchten an den Barken gehen nicht.
Bei Tageslicht sind die Unebenheiten im Asphalt zu sehen – nachts nicht. Die Leuchten an den Barken gehen nicht. © Sabina Brosch

Ähnliche Situation am Brunnen des Rathausplatzes, auch hier sind die Lampen dunkel. Für Albert Biersack (CSU) ist das öffentlicher Verkehrsraum, „das muss repariert werden“. Schlecht beleuchtet ist auch der Ludwig-Thoma-Weg, hier stehen zwei unbeleuchtete Barken, die auf Unebenheiten im Asphalt, verschuldet von einer Esche, aufmerksam machen sollen. Auf den Barken fehlt jedoch die Signal-Lampe, die beiden intakten Straßenlampen reichen nicht aus, um den schmalen Weg auszuleuchten. Auch hier bestehe Handlungsbedarf.

„Da muss vielleicht nicht immer eine Laterne die ganze Nacht brennen“

Biersack sieht jedoch durchaus auch die Spaziergänger oder Fahrradfahrer in der Pflicht. „Wir reden von Lichtverschmutzung und gleichzeitig soll alles hell beleuchtet sein.“ Für Fußgänger wäre es ja auch eine Möglichkeit, sich mit einer kleinen LED-Lampe auf den Weg zu machen, „da muss vielleicht nicht immer eine Laterne die ganze Nacht brennen“.

Beermann wird mit den drei festgestellten Missständen nun an die CSU-Stadtratsfraktion herantreten, damit diese in der Verwaltung vorstellig werden. Keine rechtliche Grundlage gibt es für das Anliegen einer Anwohnerin in der Meier-Leibnitzstraße, die einen zwischen Gebäuden liegenden Spielplatz beleuchtet haben möchte. „Das ist Privatbesitz und damit nicht unsere Aufgabe“, erklärte Biersack.

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