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Eine treue Seele: Trauer um August Schweiger († 88)

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Von: Sabina Brosch

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In seiner Heimatstadt Garching gründete August Schweiger seine Familie und engagierte sich in viele Vereinen.
In seiner Heimatstadt Garching gründete August Schweiger seine Familie und engagierte sich in viele Vereinen. © Privat

August Schweiger (88) war ein liebevoller Familienvater, gläubiger Christ und engagierter Feuerwehrmann. Nun ist er gestorben.

Garching – Landwirt aus Leidenschaft, tief im katholischen Glauben verwurzelt, ein glühender FC Bayern-Fan und hingebungsvoller Familienmensch – so behält Garching August Schweiger in Erinnerung, der im Alter von 88 Jahren verstorben ist. August Schweigers Lebensmittelpunkt war von Beginn an Garching. Hier verbrachte er seine Kindheit, Schulzeit und Jugend. Hier gründete er mit Ehefrau Rosemarie seine Familie und zog die Kinder Brigitte und Christian groß. Sein berufliches Leben verbrachte er durchgehend in der Landwirtschaft. Morgens raus auf den Acker, spät abends wieder nach Hause, ständig gab es auf dem Hof etwas zu tun, sodass „er auch sich nie länger als drei Tage Urlaub gönnte“, erinnert sich Sohn Christian. Und auch dann waren es meist Tages- oder Informationsfahrten mit dem Landwirtschaftsverband.

August Schweiger war Vize-Kommandant bei der Feuerwehr.
August Schweiger war Vize-Kommandant bei der Feuerwehr. © Privat

Rührig blieb August Schweiger auch, als Christian die Landwirtschaft übernahm. „Wir haben gut zusammengearbeitet. Auch an seinem letzten Tag war er noch draußen auf dem Hof mit dabei.“ Der „Pa“, wie er von seiner Familie liebevoll genannt wurde, brauchte stets eine Beschäftigung. Die Schweigers hatten einen engen Familienzusammenhalt, Tochter Brigitte kam jeden Tag auf dem elterlichen Hof vorbei und „Pa freute sich, wenn er alle um sich hatte“.

Sich gut miteinander zu verstehen, „das war ihm ungemein wichtig“, erzählt Sohn Christian. Mit dazu beigetragen hat auch seine ruhige und sachliche Art, sodass er nicht nur ein Stabilisator in der Familie, sondern auch beim Katholischen Männerverein Garching stets ein geschätzter Gesprächspartner war. Über 44 Jahre stand der „Gust“, wie sich sein Weggefährte Franz Köppl erinnert, mit Rat und Tat zur Seite. „Mit seiner christlichen Überzeugung und seiner Treue lebte er gemeinsam mit seiner Frau Rosemarie vorbildlich die Ziele des Vereins“, sagt Köppl.

„Es ist genauso gekommen, wie er es sich immer gewünscht hat.“

Langjährige Treue hielt Schweiger auch der Feuerwehr, mit 18 Jahren eingetreten, war er 35 Jahre aktives Mitglied, davon die letzten 15 Jahre als stellvertretender Kommandant. Sohn und Enkel, beide mit Namen Christian, traten in seine Fußstapfen, „Pa“-Schweiger war voller Stolz, als Sohn Christian das Kommandantenamt übernahm. Gerne stand Schweiger auch am Spielfeldrand des VfR Garching, wo er in seiner Jugend kickte. Er ist Bayern-Fan gewesen – und mit ihm die ganze Familie.

Als einer, der sich nicht durch laute Worte in die erste Reihe drängte und von sich nie viel Aufhebens machte, ist auch sein letzter Lebensweg gekennzeichnet. Dem Pa sei es immer wichtig gewesen, dass es schnell geht, und ihm ein langes Leiden erspart blieb. „Nichts wäre für ihn schlimmer gewesen, als jemandem zur Last zu fallen und untätig sein zu müssen“, sagt sein Sohn. „Es ist genauso gekommen, wie er es sich immer gewünscht hat.“

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