News-Ticker: Vierter Verdächtiger von der Polizei festgenommen

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Anrufe im Rathaus 

Eltern wollen Kinderbetreuung notfalls einklagen

In Garching ist die Geburtenrate 2016 im Vergleich zu den drei vorherigen Jahren um 15 Prozent nach oben geschnellt; im Schnitt kamen fast 17 Babys pro Monat zur Welt. Das stellt die Stadt vor Herausforderungen.

Garching - Um bei der Kinderbetreuung den erwarteten Bedarf zu decken, hat der Hauptausschuss des Stadtrats beschlossen, bis September Interims-Container für zwei Krippengruppen aufzustellen; am Unteren Straßäcker auf dem Gelände des geplanten Kinderhauses, das ein Jahr später in Betrieb gehen soll.

Wäre es nach der Stadtverwaltung gegangen, hätte diese Einrichtung mit ihren je zwei Kindergarten- und Krippengruppen bereits im September ihre Türen geöffnet. Doch ihr Vorschlag für das Gebäude stieß im Stadtrat auf wenig Gegenliebe. So wurde das Bauprojekt zum Zankapfel. Erst nach zahllosen Debatten und umfassender Neuplanung segnete der Stadtrat die Pläne fürs Kinderhaus ab – was zur Verzögerung beim Eröffnungstermin führte.

Stand heute fehlen 26 Krippenplätze

Mit Blick auf September konstatierte Cornelia Otto, die zuständige Fachbereichsleiterin im Rathaus: „Stand heute gehen wir von 26 fehlenden Krippenplätzen aus.“ Zwar sei es für die Kinder „sicher nicht die ideale Situation, ein Jahr im Container zu verbringen“. Aber auch wegen des Rechtsanspruchs der Eltern auf einen Betreuungsplatz müsse die Stadt handeln. „Uns erreichen wöchentlich Anrufe von Eltern, die den Klageweg beschreiten würden, wenn sie keinen Platz bekommen“, sagte Otto. „Das kann für die Stadt richtig teuer werden.“

Beide Elternteile müssen arbeiten

Wohl auch deshalb stimmte der Ausschuss mit großer Mehrheit für die Container – allein Josef Euringer lehnte dies ab. „Eine Containerlösung für ein Jahr ist eine Geldverschwendung“, sagte der BfG-Fraktionschef. Er schlug vor, lieber ein Jahr zu warten, bis das Kinderhaus bezugsbereit sei – „Garantie hin oder her“. Mit Verweis auf drohende Klagen lehnte Bürgermeister Dietmar Gruchmann (SPD) das ab: „Es ist ja nicht so, dass Familien ihre Kinder abgeben, damit sie mehr Freizeit haben. Sondern sie müssen die Kinder abgeben, damit beide Eltern ihrer Erwerbstätigkeit nachgehen können.“

Dem schloss sich das Gremium an und beauftragte die Verwaltung, Container zu besorgen. Die Betreuung der zwei Gruppen soll die Diakonie Jugendhilfe übernehmen, die später auch Träger des Kinderhauses sein wird. 

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