Am 3D-Modell eines Neutronen-Instruments können die jungen Frauen selbst Hand anlegen.
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Am 3D-Modell eines Neutronen-Instruments können die jungen Frauen selbst Hand anlegen.

Junge Frauen mit Technikaffinität

Einblick in Forschung auf TU-Campus -Entdeckerinnen der Zukunft

  • Laura May
    VonLaura May
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Da haben sich die Ferien auf jeden Fall ausbezahlt für die Entdeckerinnen auf dem Garchinger Campus, die ihre Fähigkeit als Pilot unter Beweis stellten.

Garching – Der Traum aller technikaffinen Jugendlichen wurde für acht Entdeckerinnen aus ganz Bayern Wirklichkeit: In einem Flugsimulator die Fähigkeit als Pilotin unter Beweis stellen, selbst einen Gegenstand aus Metall gießen und einen echten Forschungsreaktor sowie Instrumente und Experimentieraufbauten besichtigen.

Nachwuchsförderung kommt nicht zu kurz

An zwei Tagen konnten die acht Mädchen im Rahmen eines Ferienprogramms der Technischen Universität München (TUM) auf dem Garchinger Campus einen Einblick in verschiedene MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) bekommen. Ziel des Programms zur Nachwuchsförderung der TUM ist es, junge Frauen für technische Berufe zu begeistern, da nach wie vor nur ein Viertel der Vorlesungssäle im technischen Bereich von Frauen belegt wird. Bei dem „MINT-Erlebnis an der Uni“ konnten sie probieren wie es wäre, im Forschungsbereich Fuß zu fassen, informiert die Pressestelle der TUM. Eine Teilnehmerin berichtet: „Bei mir wird es beruflich auf jeden Fall etwas im MINT-Bereich. Das ist einfach spannend.“

Zugang zum Flugsimulator

Am ersten Tag des Ferienprogramms ging es für die acht zunächst zur Fakultät für Luftfahrt, Raumfahrt und Geodäsie, wo sie Zugang zum Flugsimulator bekamen. Danach bekamen sie am Lehrstuhl für Umform- und Gießereiwesen eine Einführung in die Materialwissenschaften und die Möglichkeit, selbst etwas aus Metall zu gießen.

Am zweiten Tag ging es für die Nachwuchswissenschaftlerinnen dann an die Forschungs-Neutronenquelle Heinz Maier-Leibnitz (FRM II), wo die Schülerinnen vieles zum Thema Neutronenforschung erfuhren: Wie läuft eine stabile Kettenreaktion ab? Welche Sicherheitssysteme gibt es? Wie kann man sich ein Physikstudium vorstellen? Warum ist es im Reaktorgebäude eigentlich so warm? All diese Fragen beantworteten ihnen ihre Begleiter Tobias Neuwirth und Alexander Backs, beide Doktoranden an der Neutronen-Radiografie-Anlage.

Blick ins Metall

In der Experimentierhalle durften die Entdeckerinnen diverse Instrumente kennenlernen, wie etwa das ANTARES-Instrument, mit dem Forscher ins Innere von Metallteilen blicken und die Bewegung von Flüssigkeiten oder Schmiermitteln in diesen Bauteilen beobachten können.

Die Teilnehmerinnen sind nachhaltig beeindruckt. „Wie kann man bei so vielen Kabeln den Überblick behalten?“, entfuhr es etwa einer Besucherin laut einer TUM-Pressemitteilung, die von der Anzahl der Instrumente und Experimentieraufbauten überrascht war.

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