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Viel Licht dank zahlreicher Glasflächen, und Räume, die wie eine Windmühle angeordnet sind: So sehen die Architekten des Büros „Henn“ den Neubau für die Elektrotechnik auf dem Garchinger Campus.

Für die Elektrotechnik auf dem Garchinger Campus

Entwurf für Neubau gewinnt Architektenpreis

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Garching - Als sechste Fakultät der TU München zieht ab 2018 die Elektrotechnik nach Garching. Nun hat die Universität die Pläne für den Neubau vorgestellt, der sich über Jahre ziehen und hunderte Millionen Euro kosten wird.

Windmühlen haben hierzulande nicht den besten Ruf. Entweder gelten sie wegen des Don Quichote als Lachnummer oder aber – in ihrer ursprünglichen Funktion – als hoffnungslos antiquiert. Umso erstaunlicher ist es, dass die Windmühle zurzeit eine Renaissance an einem Ort erlebt, der zu den fortschrittlichsten im Bundesgebiet gehört – nämlich dem Forschungscampus Garching.

 Dort wurden unlängst die Pläne für zwei neue Physik-Gebäude der Technischen Universität München (TUM) vorgestellt, deren Clou die windmühlenartige Anordnung der Räume im Innern ist. Nun folgte wenige Wochen später die Preisverleihung des Architekturwettbewerbs für den Neubau der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik in Garching – und wieder hat eine Windmühle den ersten Preis abgeräumt. Denn nach diesem Grundriss ordnet der Siegerentwurf jene vier Gebäude an, die dereinst die 4000 Studenten, 600 Mitarbeiter und 45 Professoren beheimaten sollen, die zurzeit noch auf verschiedene Häuser am Stammgelände der TUM in München verteilt sind. 

Wobei weder Umzug noch Bau auf einen Schlag geschehen werden – sondern peu à peu. Zunächst einmal wird im ersten Bauabschnitt ein vierstöckiges Gebäude mit 7000 Quadratmetern Geschossfläche entstehen. Die Kosten liegen bei etwa 53 Millionen Euro, los geht’s 2018, zwei Jahre später soll der Bau eröffnet werden. Darin befinden sich Werkstätten, Labore, Reinräume, eine Versuchshalle – und nur ein einziger Hörsaal. Schließlich werden sämtliche Bachelor-Studenten der Elektrotechnik vorerst in München bleiben; sie ziehen erst nach Garching, wenn die weiteren Gebäude stehen. 

Wann das sein wird, hängt von der Politik ab. Sie muss erst die Mittel für die weiteren Bauabschnitte freigeben; die Gesamtkosten für das Projekt sollen bei 250 Millionen Euro liegen. Nach der Fertigstellung wird die Elektrotechnik-Fakultät – die größte ihrer Art in Deutschland – in vier Gebäuden untergebracht sein, die windmühlenartig um ein überdachtes, sonst aber offenes Forum angeordnet sind. Darin befinden sich zwei kreisrunde Hörsaal-Bauten; dazu kommt ein Parkhaus im Westen.

 Der Siegerentwurf stammt vom Architekturbüro Henn aus München, das bereits die Pläne für die 1997 fertiggestellte Maschinenbau-Fakultät in Garching geliefert hat. Ihr Beitrag setzte sich gegen 19 Konkurrenten durch und habe es geschafft, dass die Fakultät einerseits eine Einheit darstelle, andererseits aber durchlässig bleibe, lobte Volker Staab, Vorsitzender des Preisgerichts. Schließlich soll die Elektrotechnik-Fakultät künftig das Herzstück eines neuen Zentrums im Südwesten des Campus’ sein (siehe Kasten). „In München sind wir an die Grenze unseres Wachstums gestoßen“, sagte Professor Paolo Lugli, Dekan der Fakultät. Er machte sich bei der Preisverleihung stark für eine möglichst rasche Umsetzung der weiteren Bauabschnitte und warnte: „Die Spaltung der Fakultät wird nicht für eine längere Zeit tragbar sein.“

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