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Faschingstreiben in Oberschleißheim.
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Faschingstreiben in Heimstetten
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Faschingstreiben in Garching.
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Faschingstreiben in Lustheim.
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Faschingstreiben in Oberschleißheim
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Gelb, wohin das Auge reicht: „Minions“-Fan Susanne Lorenz (2.v.r.) hatte die Idee zum Neubiberg Gruppenkostüm. Der Rathaus-Hausmeister spendierte die Latzhosen.
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Känguru, Clown und Vogelscheuche: Marion, Marissa und Markus Mayer aus Pullach setzen auf warme Kostüme.
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Heimspiel für die Gleisenia: Die Unterhachinger Faschingsgesellschaft hat hunderte Besucher in die Hachinga Halle gelockt. Für das Prinzenpaar war es einer der letzten Auftritte in dieser Faschingssaison.

Faschingstreiben im  Landkreis München

Festtag für hartgesottene Narren

Kräftig gefeiert haben die Narren im Landkreis den Kehraus. Die Stimmung war super, wenn auch das Wetter einige Faschingsfreunde abschreckte.

Landkreis– Bunt, lustig und fröhlich ging es gestern noch einmal im Norden des Landkreises München zu. Wenn auch das graue Regenwetter einige Narren abhielt. Zum Endspurt haben die wetterfesten Faschingsfreunde aber nochmal alles gegeben und ausgelassen gefeiert, bevor heute die Fastenzeit anbricht und das bunte Treiben wieder ein Ende hat. Ein Überblick.

Garching

Klein, aber fein feierten die Garchinger das Faschingsfinale gestern mit einem bunten Programm. Auf dem Bürgerplatz wurden die Besucher mit lustiger Musik beschallt und von der Garde des Schleißheimer Narrenrats unterhalten. Vor allem für die Kinder wurde die Innenstadt zur bunten Erlebniswelt. Im Bürgerhaus bekamen die jungen Narren ihre Gesichter kunstvoll geschminkt, vor der Bühne wurden immer wieder großzügig Süßigkeiten verschenkt. Für die kreativsten Masken der Garchinger Faschingsfreunde gab es Preise. Der Zulauf war heuer etwas geringer als in den vergangenen Jahren, was angesichts des wechselhaften Wetters nicht überraschend war. Bürgermeister Dietmar Gruchmann, gestern unterwegs als Straßenfeger, nahm das kleine Fest mit Humor: „Ich hätte nicht gedacht, dass mein Kostüm gleich so einschlägt.“ 

Oberschleißheim

Mit einem kleineren, aber bunten Programm feierte das Projekt „Soziale Stadt“ von Thilo Klöck in Oberschleißheim mit knapp 200 Besuchern den Kehraus. Die Stimmung war trotz nasskalten Wetters top. Die Höhepunkte des Faschingstreibens auf dem Vorplatz des Rewe-Supermarktes waren die Auftritte der Kinder- und Erwachsenengarde von der „Narrhalla“ Oberschleißheim. Wegen des Dauerregens wurde das Tanzprogramm etwas verkürzt. Dem Wetter ganz zum Opfer fiel der vielfüßige Drache, in dem die Kinder gewöhnlich gemeinsam durch die Stadt ziehen. „Der war heute zu wasserscheu“, sagte Thilo Klöck schmunzelnd. Mit Partymusik, Luftballons und lustigen Spielen kamen die jungen Besucher des Faschingstreibens aber trotzdem voll auf ihre Kosten.   

Lustheim

Mit guter Stimmung trotzte der Krankenunterstützungsverein Concordia Lustheim so lange dem schlechten Wetter, bis der Regen aufgab und sich verzog. So wurde das traditionelle Faschingstreiben in Lustheim am Ende zum lustigen – und trockenen – Vergnügen. Aufgrund des wechselhaften Wetters kamen diesmal ein paar Gäste weniger zur Veranstaltung im Oberschleißheimer Ortsteil. Deshalb dürfte auch der Spendenerlös für den guten Zweck diesmal ein wenig geringer ausfallen als die 500 Euro, die die Pfarrei für die Lebenshilfe 2016 erhielt. Diese stammen aus den freiwilligen Beträgen, die die Gäste für Essen und Getränke geben.So ist es beim Faschingstreiben in Lustheim fester Brauch. Für ihr Geld bekommen die Besucher Live-Musik von den „Kammerjägern“ sowie ein gemütliches Fest, das bewusst nicht überfrachtet wird mit etlichen Showauftritten. Das Motto: Die Menschen sollen miteinander in Kontakt treten – und sind selbst das Programm der zweiten Großveranstaltung, die die Concordia Lustheim jedes Jahr neben dem Straßenfest im Sommer stemmt.   

Heimstetten

Bei zweistelligen Frühlingstemperaturen zog es heuer nicht so viele Narren zum Faschingstreiben ins Räter-Einkaufszentrum (REZ) nach Heimstetten. Und das, obwohl es weder in Kirchheim noch in Feldkirchen in diesem Jahr Straßen-Fasching gab. Alles spielte sich in Hallen oder Gaststätten ab. Dabei hatte Organisator Fritz Humplmayr – zur Feier des Tages im eleganten Anzug – viel Programm auf die Beine gestellt: Der Kirchheimer Narrenrat „Kirnarra“ überzeugte mit einer ausgefeilten Choreografie sowie tollen Hebe- und Wurffiguren. Auch Prinz Nico I. und Prinzessin Melanie IV. mussten bei ihrem Auftritt nicht vor Kälte bibbern. Für die Kinder stieg eine Rakete nach der anderen, es wurden Faschings- und Kinderlieder angestimmt und der Inhalt des großen Süßigkeiten-Sacks regelmäßig im hohen Bogen von der Bühne herunter geworfen. Die Gäste machten begeistert mit: Frosch-Mamas und Bären-Papas, Einhorn-Omas und Teufel-Opas kamen mit jungen Prinzessinnen, Löwen, Tänzerinnen, Tiger, Elefanten, Clowns, Feuerwehmänner und Piraten. Nur Cowboys und Indianer fehlten. Offensichtlich hatten die Warnungen vor zu echt aussehenden Waffen Wirkung gezeigt. Am Schluss wurden die zehn schönsten Kinder-Kostüme prämiert. 

Pullach  

Indianer kennen bekanntlich ja keinen Schmerz. Dass Indianer offenbar auch kein schlechtes Wetter kennen, bewies ein ganz junger Apache auf dem Pullacher Kirchplatz. Während die Erwachsenen nämlich tunlichst darauf bedacht waren, möglichst trocken von Standl zu Standl zu huschen und sich mit Getränken einzudecken, machte sich der kleine Indianer aus den widrigen Umständen gar nichts. Er tanzte trotz Schneeregen und bitterkaltem Wind vollkommen ausgelassen über den Platz. Und lange dauerte es nicht, bis sich ihm eine Prinzessin anschloss. Ja, das Wetter hat es am Faschingsdienstag wirklich nicht gut gemeint mit den Landkreis Jecken. Eines zeigte sich dafür aber umso deutlicher: Von ein bisschen Regen lassen sich gerade die jungen Narren die Stimmung nicht verderben. Egal ob in Pullach, Neubiberg, Ottobrunn oder Unterhaching: Die Jüngsten gaben beim Feiern den Takt an. Während der Indianer und seine Prinzessin in Pullach also durch die Pfützen tanzten, machte sich die dreijährige Marissa Mayer, verkleidet als Clown mit knallroter Nase, auf die Suche nach ihren großen Helden: d’ Schwanecker Rittersleit. An denen hat Marissa einen regelrecht Narren gefressen. „Wir kommen eigentlich nur wegen den Rittern her“, sagt ihre Mama Marion, die sich in ihrem Känguru-Kostüm warm hielt. Drinnen war mehr los als draußen Bunt und warm – diese zwei Eigenschaften mussten die Kostüme gestern überall im Landkreis erfüllen. 

Ottobrunn

Der neunjährige Jonas aus Ottobrunn hatte bei der Kostümwahl noch eine zusätzliche Bedingung: „Ich wollte mich als etwas lustiges verkleiden.“ Folglich fiel die Wahl auf eine Clowns-Verkleidung: rosa-karierter Mantel mit überdimensionalen grünen Knöpfen, eine bunte Zottelperücke und ein gepunkteter Schal, der den Hals schön warm hielt. Denn, und das kann man getrost als Beleg für Jonas Faschingsbegeisterung werten, eigentlich sollte er im Bett liegen – und seinen Husten auskurieren. Eigentlich. Denn, wie heißt es in einem bekannten Party-Schlager: „Fasching ist nur einmal im Jahr.“ 

Unterhaching

Dementsprechend ausgelassen wurde auch in der Hahinga Halle in Unterhaching gefeiert – und zwar im Trockenen. Was sich letztlich auch deutlich in der Besucherzahl widerspiegelte. An die 300 Piraten, Bienen und Polizisten tanzten zu Hits wie „Cotton Eye Joe“, die ein Reggae-DJ mit Rastaperücke auflegte. Bei den Unterhachinger Damen war in diesem Jahr ein Kostüm übrigens besonders im Trend: Prinzessing Elsa aus dem Disney-Film „Die Eiskönigin“. 

Neubiberg

An einem Kinofilm orientierten sich auch die Gemeindemitarbeiter in Neubiberg bei der Kostümwahl. Überall wuselten „Minions“ über den Rathausplatz: die kleinen, gelben Männchen mit großen Augen und nur in Latzhose gekleidet aus dem gleichnamigen Pixar-Film.


bb/nb/fp

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